Planung für „Kreuzäcker“
: So wird das Gewerbegebiet in Brigachtal erschlossen

Dem Gemeinderat Brigachtal wurde in der Sitzung der Erschließungsplan für das Gewerbegebiet „Kreuzäcker“ von Bauamtsleiter Patrick Lutz und BIT-Ingenieur Rainer Christ vorgestellt.
Von
Hella Schimkat
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Der Weg entlang des Steinbruchs zum zukünftigen Gewerbegebiet wird die Erschließungs- und Zufahrtsstraße werden.

Hella Schimkat

Dabei ging es um die Anbindung der zukünftigen Zufahrtstraße an den Bestand im Bereich Fichtenstraße, den Ausbau im Trennprinzip mit fahrbahnbegleitendem Geh- und Radweg und die Verbesserung der Sichtverhältnisse bei der Querungssituation.

Ferner wurde die Böschungssicherung im Bereich Lärmschutzwall, die Anbindung Steinbruch und Leimgrube sowie die herausfordernde Längsneigungssituation vorgestellt.

Die Ausdehnung beläuft sich auf 5,89 Hektar einschließlich Straßenanbindung, die topographische Grundlage befindet sich überwiegend auf der ehemaligen Sportstätte Kirchdorf sowie landwirtschaftlicher Fläche und Wald.

Kombinierter Geh- und Radweg vorgesehen

BIT-Ingenieur Rainer Christ erläuterte, dass die Erschließungsstraße mit einem 2,50 Meter breiten Seitenbereich ausgestattet wird, der als kombinierter Geh- und Radweg genutzt werden kann, die Fahrbahnbreite wird sieben Meter betragen.

Die Baumaßnahme soll bei der vorhandenen Querungshilfe in der Verlängerung der Fichtenstraße beginnen. Die Entwässerung der Steinbruchzufahrt werde über eine neu herzustellende Kanalleitung hergestellt, in welcher die Straßenläufe angeschlossen werden. Die zum Teil anspruchsvolle Steinbruchzufahrt habe im Bestand maximal eine Längsneigung von 13 Prozent, so Christ.

Das Grundprinzip der Abwasserableitung sei das Trennsystem, wobei sich die Leitungsstrassen für das Schmutzwasser überwiegend innerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen befinden, berichtete er.

Zentrale Druckerhöhungsanlage

Im Zuge der Erschließung für den Bedarf an Trink- und Brauchwasser sei eine zentrale Druckerhöhungsanlage vorgesehen. Darüber hinaus sei ein Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 100 Kubikmetern zur Sicherung einer ausreichenden Löschwasserversorgung vorgesehen.

Zu der Kostenberechnung erläuterte Christ, dass die Innere Erschließung mit Straßenbau einschließlich Beleuchtung, der Regenwasser- und Hausanschlüsse, der Wasserversorgung und dem Glasfaser rund 2 864 000 Euro kostet.

Die Kosten er äußeren Erschließung mit Straßenbau einschließlich Beleuchtung sowie der Entwässerung würden sich auf 1 186 000 Euro belaufen. Thomas Huber betonte, dass die Querungshilfe gerade für Kinder gefährlich sei und wünschte sich dort eine Ampel. Christ antwortete , dass an dieser Stelle eine Verkehrsschau stattgefunden habe und die vorhandene Querungshilfe insbesondere für die Schüler eine sichere Querungsmöglichkeit biete. Er werde den Wunsch nach einer Ampel aber auf jeden Fall aufnehmen.

Albrecht Sieber wollte wissen, ob Brigachtal für eine zukünftiges Baugebiet in Kirchdorf genug Kapazität habe. Bürgermeister Michael Schmitt antwortete entlang der Kälberweide müsse sowieso mal der Kanal saniert werden. Über ein eventuelles zukünftiges Baugebiet in Kirchdorf könne man jetzt noch nichts sagen.

Baubeginn im Juli

Christ legte eine Terminschiene bis zum Baubeginn vor. Im März sei die Aufstellung und Veröffentlichung der Ausschreibung geplant. Mit der Vergabe rechne er im Juni und dem Baubeginn im Juli 2026. Das Bauende wäre voraussichtlich Ende 2027.

Der Gemeinderat stimmte der Planung zur Erschließung des Gewerbegebiets zu und beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung der Arbeiten.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.