Pfarrer und Pferde
: Eine ganz besondere Segnung

Der scheidende Pfarrer Dominik Feigenbutz segnete ein neu restauriertes Wegkreuz sowie Pferde, die mit ihren Reitern dafür eigens nach Brigachtal gekommen waren.
Von
Hella Schimkat
Oberndorf
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Segnung der Pferde und gleichzeitig Abschied von Pfarrer Dominik Feigenbutz (Mitte, Zweiter von rechts)

Hella Schimkat

Der Freitagabend vor dem Brigachtaler Dorffest war ein ganz besonderer Abend, auf den sich Bernhard Käfer in der Marbacher Straße akribisch und mit viel Freude vorbereitet hatte: „Pfarrer Dominik Feigenbutz wird das neu restaurierte Wegkreuz feierlich einweihen und segnen“, berichtet Käfer vorab im Gespräch mit unserer Redaktion.

Gleichzeitig werde er die Pferde, ob vor den Landauer gespannt oder mit ihren Reitern von der Kavallerie Villingen anwesend, segnen, freut sich Käfer. Er hat nicht nur ein Herz für das Wegkreuz und seine Bedeutung, sondern auch für Pferde, ist er doch selbst Besitzer von einer Kutsche und zwei Freiberger Zugpferden aus der Schweiz. Das sind Chicka und Leo, mit denen er regelmäßig den Umzug vor dem Donaueschinger Reitturnier anführt.

Ein weiterer wichtiger Anlass war, neben der Segnung durch den Pfarrer, Käfers Dank an ihn für sein zehnjähriges Wirken in der Gemeinde und seine Verabschiedung, werde er doch nach Konstanz in einen neuen Wirkungskreis wechseln.

Abschied mit Musik

Für die Verabschiedung hatte Käfer auch die Musik „Klari-Pos“ aus Brigachtal bestellt, die Feierlichkeiten mit „Sarabande“, dem „Irischer Segenswunsch“ und „Großer Gott wir loben Dich“ umrahmte. Die Kavallerie aus Villingen wartete schon auf die beiden Kutschen, Käfer in Zylinder und grauem Tuch, aber wo blieb denn der Pfarrer?

Dominik Feigenbutz kam zu Fuß und meinte, er wollte nicht mit der Kutsche abgeholt werden und viel Aufhebens machen. Nachdem Käfer sein „Vergelt’s Gott“ an den scheidenden Pfarrer gerichtet hatte, erklärte Feigenbutz, dieses Kreuz blicke auf eine wechselvolle Geschichte – eine Geschichte, die mit der Liebe und Faszination von Käfer zu Pferden verbunden sei. Das Kreuz sei zum Symbol vom Christentum geworden, das Kreuz hat aber auch schon andere Symbole gehabt, betonte er.

Auch das Haus habe eine lange Geschichte, wusste der Pfarrer. Der Vater von Bernhard Käfer, Martin Käfer, habe das Haus 1933 gekauft, erbaut wurde es im Jahr 1904 und diente als Schwesternhaus für die vier Schwestern, die in der Gemeinde verschiedene Aufgaben hatten. An sie erinnert auch das Schwesterngässle, das unterhalb des Hauses vom Pfarrhaus bis zur Allerheiligenkirche verläuft.

Ein Pferd aus Granit

Das alte Kreuz aus Sandstein sei marode gewesen, was Feigenbutz schade fand, deshalb ließ es Bernhard Käfer restaurieren, stellte ihm zur Seite noch zwei Stelen aus Granit und bestellte aus China ein Pferd aus Granit, das mit dem Schiff und einem Lastwagen angeliefert wurde.

Nach der feierlichen Einweihung und Segnung lud Käfer noch alle Gäste in seinen Garten zum gemütlichen Beisammensein bei Speis und Trank und guter Unterhaltung ein.

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