Niedereschacher forscht nach
: 295 Leiber-Motive weltweit verbreitet

Mit dem Leben und dem Schaffen des aus Niedereschach stammenden berühmten Malers Fridolin Leiber hat sich Hans Otto Wagner intensiv beschäftigt.
Von
Albert Bantle
Oberndorf
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Intensiv mit dem Leben und dem Schaffen des aus Niedereschach stammenden berühmten Malers Fridolin Leiber hat sich Hans Otto Wagner befasst.

Albert Bantle

Der Fischbacher Hans Otto Wagner, wegen seiner Forschungen rund um den römischen Gutshof und die Römeranlage auf dem Fischbacher Bubenholz weithin bekannt und hochgeschätzt, hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit einem der berühmtesten Niedereschacher Fridolin Leiber (1843 – 1912) und dessen Lebensweg beschäftigt und auch nach seinen vielen weltbekannten Bildern geforscht.

295 Leiber-Bilder, die um das Jahr 1900 herum weltweit verbreitet waren, hat er im Rahmen seiner Forschungen ausfindig gemacht und auf seinem PC gespeichert. Wer die Bilder sehen möchte, kann sich unter DayDream-Orga@web.de gerne an Wagner wenden. „

Jeder kennt Bilder von Fridolin Leiber“, ist sich Wagner sicher. Leiber wurde 1843 als Sohn des Niedereschacher Landwirts und Bürgermeister Thomas Leiber geboren. Sein Geburtshaus ist das heutige Anwesen in der Rottweiler Straße 38 in Richtung Horgen. Um das Jahr 1856, so Wagner, hat Leiber eine Ausbildung zum Uhrenschildermacher, vermutlich in der näheren Umgebung von Niedereschach, absolviert.

Uhrenschilder gefertigt

Die Uhrenindustrie war zu dieser Zeit noch nicht voll ausgebildet, und man fertigte, oft in Heimarbeit, Uhrenschilder nach traditionellen Vorgaben mit mehr oder weniger kunstvoll bemalten Vorseiten (Schildern). Diese wurden dann an Uhrenwerkstätten geliefert. Dieses Handwerk übte Leiber den Nachforschungen Wagners zufolge bis 1881 aus.

Danach wechselte er nach Frankfurt und trat dort beim lithographischen Verlag E-G May als Leiter des lithographischen Ateliers und somit „Hausmaler“, die Stelle an, die ihn letztlich berühmt machte. Leibers erste Arbeiten für die E-G May waren zeittypische Heiligendarstellungen und ikonographische Interpretationen von klassischen Motiven, meist religiösen Inhalts, von der Romantik über Renaissance, Barock bis hin zu der zeittypischen süßlichen Romantik der Alltagskunst um 1900. „Leiber war im heutigen Sinne kein Künstler, da seine Werke keine Einzelgemälde waren, sondern der Vorlagenhersteller für Farblithographien aus dem Repertoire von E-G May“, betont Wagner.

Beliebte Motive

Druckerzeugnisse wie die Bilder von Leiber wurden damals in sehr hohen Auflagen hergestellt und wurden auf Grund ihrer Beliebtheit bei den einfachen Bevölkerungsschichten, aber in höherer Qualität auch bei den bessergestellten Bürgerkreisen, in die ganze Welt exportiert.

„Von Leiber sind bis heute noch große Mengen von Bildern im Umlauf, und es gibt auch Exemplare in bedeutenden Museen“, hat Wagner herausgefunden.

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