Niedereschach: Firma Jerger weiter auf der Erfolgsspur

Erlebnisreich war der Betriebsausflug der Belegschaft von Jop. Nep. Jerger in Niedereschach zum 90-jährigen Bestehen.. Foto: Bantle
Schwarzwälder-BoteVon Albert Bantle Niedereschach. Um ein durch und durch bodenständiges Unternehmen handelt es sich bei der Niedereschacher Firma Joh. Nep. Jerger. Über 90 Jahre besteht das traditionsreiche Familienunternehmen. Ganz bewusst hat die Familie Jerger auf einen großen Festakt verzichtet und auch keine besonderen Präsente zum 90-jährigen Bestehen verteilt. Dafür spendete das Unternehmen einmal für den Mittagstisch an der Werkrealschule Deiß- lingen-Niedereschach die Schule mit einer großzügigen Geldspende und für die krebskranken Kinder auf der Katharinenhöhe in Schönwald wurde das Geld für den Einbau einer Küche für die kleinen Patienten gestiftet.
Neben diesen Spenden für Kinder aus sozial schwachen Familien an der Schule in Niedereschach und der Küche für krebskranke Kinder dachten die Firmenchefs Günter, Heiko und Ralph Jerger auch an die rund 50-köpfige Belegschaft und lud diese zu einem Betriebsausflug in das Kraftwerk Laufenburg in Rheinfelden auf die dortige große Baustelle ein.
Dort konnten die Mitarbeiter erleben und erfahren, wie umweltfreundlicher Strom, so wie er bei der Niedereschacher Firma in großen Mengen abgenommen wird, entsteht. Weiter ging es nach Freiburg, wo die Altstadt besichtigt wurde.
Im Mohren in Fischbach ließen die Teilnehmer den Tag ausklingen. Die Firmeninhaber sehen in den langjährigen und motivierten Mitarbeitern das wertvollste Betriebskapital.
Die Auftragslage ist gut und die Firma Jerger genießt bei ihren Kunden im In- und Ausland einen guten Ruf.
1920 gründete Johann Nepomuk Jerger das Unternehmen mit der Herstellung von Uhrenfedern und Drehteilen. Durch die Kriegswirren hindurch musste das Unternehmen nicht nur den Abtransport ganzer Produktionsanlage erleben, sondern auch den Niedergang der regional starken Uhrenindustrie. Frühzeitig wurde die Gefahr der Abhängigkeit von einer Branche erkannt. Nach dem Krieg orientierte sich das Unternehmen in andere Branchen.
Der heutige Inhaber Günter Jerger, der vor 20 Jahren den Betrieb übernahm, hat heute die beiden Söhnen Ralph und Heiko mit im Boot. Er erkannte schnell, dass die Zukunft in modernen Fertigungstechnologien liegt. Weitsichtig erkannte der clevere Unternehmer den Trend zur Automatisierung und verabschiedete sich schnell von den sogenannten Einspindel- drehautomaten und investierte in vollautomatische Rundtaktmaschinen.
Vor allem die Kombination aus zukunftsweisender Vollautomatisierung und beständigem Innovationsdruck beschert dem Spezialisten im Dreischichtbetrieb die stattliche Verarbeitung von mehreren 1000 Tonnen Stahl pro Jahr.
Die Jerger KG exportiert Qualitäts-Verbindungstechnik ins europäische Ausland, in die USA, nach Kanada, Südafrika, Australien und in den asiatischen Raum. und besonders erfreulich ist: die Zeichen stehen weiterhin auf ständiges Wachstum.