Neues Konzept: So möchte sich der Klosterhof in VS zukünftig aufstellen

Der Klosterhof in VS soll noch stärker ausgelastet werden, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Marc EichKritik am Programm, ein geschasster Geschäftsführer, Querelen in der Vorstandschaft des Betreibers – und jetzt der Neubeginn mit einer Anpassung des Konzepts: Beim 2018 eröffneten Jugend- und Kulturzentrum Klosterhof im Zentralbereich der Doppelstadt soll der Fokus auf einer guten Auslastung und einer Rückbesinnung auf die eigentliche Zielgruppe liegen.
Das versicherte der neue Vorsitzende des Jugendförderungswerks, Markus Lauffer, im Ausschuss für Jugend, Bildung und Soziales. Der Verein zeichnet sich verantwortlich für den Betrieb der Einrichtung, die von der Stadt mit rund 104.000 Euro jährlich bezuschusst wird.
Den Stadträten erläuterte Lauffer, dass Jugendliche und Kinder mit 60 Prozent weiterhin klarer Schwerpunkt bleiben – aber: Um den Betrieb wirtschaftlich zu gestalten, wird der Anteil von kulturellen Veranstaltungen und Programmen für Erwachsene von bislang 30 auf nun 40 Prozent steigen.
Inhaltlich versteht sich der Klosterhof weiterhin als soziokulturelles Zentrum mit öffentlichem Auftrag: Er soll Begegnung ermöglichen, kulturelle Teilhabe fördern und als Plattform für Vereine, Initiativen und lokale Szenen dienen. Auch Außenflächen sollen künftig stärker bespielt werden, um das Haus sichtbarer in das städtische Leben einzubinden. Lauffer betonte in der Sitzung: „Wir möchten Vielfalt ermöglichen und Räume öffnen.“
Zusätzliche Einnahmen müssen generiert werden
Ein zentraler Punkt des neuen Konzepts ist die wirtschaftliche Weiterentwicklung. Künftig sollen in begrenztem Umfang auch kommerzielle Veranstaltungen möglich sein, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. „Die Einnahmen daraus fließen wieder zurück in das Zentrum“, erklärt der Vorsitzende des Jugendförderungswerks. So werde die Investition in Infrastruktur und Weiterentwicklung ermöglicht.
Die Vermietung folgt dabei einem gestaffelten System: Gemeinnützige Nutzungen bleiben günstig oder werden teilweise nur symbolisch berechnet, während für kommerzielle Veranstaltungen marktübliche Preise gelten (zum Beispiel 500 Euro pro Tag für den Saal).
Kostenfreie Nutzung für Stadt und Musikakademie
Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt wird neu geregelt. Die Kommune bleibt Eigentümerin der Immobilie und übernimmt weiterhin wesentliche Kosten. Gleichzeitig wird festgeschrieben, dass die Stadt und die Musikakademie die Räume jeweils einmal im Monat kostenfrei nutzen können.
Die Stadträte segneten das neue Konzept einstimmig ab – Constanze Kaiser (Grüne) betonte angesichts der Unruhe, dass man aber weiterhin „kritisch auf die Arbeit“ im Jugend- und Kulturzentrum schauen werde, um die Umsetzung des neuen Konzepts zu überprüfen.