Neue Holzskulpuren auf der Schwenninger Möglingshöhe: Das hat es mit Neckargott, Nixe und Schwan auf sich

Vis-à-vis zur Biwakschachtel stehen die neuen Holzskulpturen Meerjungfrau, Neckargott und Schwan, die der Holzkünstler Igor Loskutow gestaltet hat, am Ufer des Möglingssees.
Mareike KrattFür alle Stadtparkbesucher, die Richtung Biwakschachtel und Möglingssee spazieren, sind sie schon von Weitem zu erkennen: die drei neuen Holzskulpturen, die der Bad Dürrheimer Holzkünstler und Kettensägeschnitzer Igorigor Loskutow entworfen hat. Dass sie vor rund zwei Monaten von den Technischen Diensten der Stadt Villingen-Schwenningen gerade am Ufer des Möglingssee aufgestellt worden sind, ist bewusst gewählt: Die detailgetreuen Arbeiten stellen Neckargott, Schwenninger Schwan sowie Meerjungfrau dar.
Aufwertung des Stadtparks
Doch wie ist das Projekt überhaupt zustande gekommen? Igor Loskutow, der ebenso Weltmeister im Holzschnitzen ist, habe vom städtischen Grünflächen- und Tiefbauamt den Auftrag dazu erhalten, berichtet Madlen Falke, Pressesprecherin der Stadt Villingen-Schwenningen. Der Stadt sei es ein wichtiges Anliegen, die Möglingshöhe als attraktiven und einladenden Ort für die Besucher zu gestalten. So sei man auf die Idee gekommen, weitere Skulpturen aufzustellen.
Zuerst habe es nur Nök, den Wassermann, gegeben, erzählt Igor Loskutow im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch eine Figur allein sei langweilig gewesen, deswegen habe er sich für eine weitere entschieden: die Jungfrau, in der man die Figur der Meerjungfrau Arielle erkennen könne, erklärt der Bad Dürrheimer Künstler weiter.
Ein „Liebeskreis“
Automatisch sei ihm folglich die Idee eines Schwans, dem Schwenninger Wahrzeichen, gekommen. Schaue man den Neckargott Nök genauer an, könne man seine Denkerpose erkennen. In ihn sei die Meerjungfrau verliebt, der Schwan hingegen sei in die Nixe verliebt, erklärt er die Intention, den „Liebeskreis“ mit einem Schmunzeln. Er hofft, dass auch die Besucher die Beziehung der drei Figuren erkennen können.
Bereits im Villinger Warenbachtal aktiv
Mit dem Holzkünstler Loskutow kann die Stadt bereits auf eine gute Zusammenarbeit zurückgreifen: Er hat im Villinger Warenbachtal vier Skulpturenbänke gestaltet, die die Lebensabschnitte Kindheit, Jugend, Erwachsenenleben und Alter darstellen. Derzeit ist er dabei, am Zusammenfluss von Brigach und Breg in Donaueschingen eine knapp 20 Meter lange Murmelbahn zu schaffen, die fast fertig ist.
Was ist mit dem Bären?
Während Neckargott, Schwan und Meerjungfrau also neuerdings als Blickfang den Stadtpark zieren, müssen die Besucher künftig auf eine weitere Attraktion verzichten: den großen Bären – ebenso eine Holzskulptur – der jahrelang am Beginn Barfußpfades stand. Seit einigen Wochen ist er plötzlich verschwunden. Wurde die Figur etwa gestohlen?

Am Barfußpfad weiter oben auf der Möglingshöhe ist die Holzfigur des Bären abgebaut.
Foto: Mareike KrattDoch Madlen Falke kann beschwichtigen: „Die Standsicherheit war nicht mehr gegeben.“ Der Holzfuß sei abgemodert gewesen, so dass der Bär entfernt werden musste. Dieser habe noch aus der Zeit der Landesgartenschau gestammt.