Närrischer Gottesdienst: Pfarrer Marcus Maria Gut predigt in Niedereschach in gereimter Form

Zu den Klängen des Narrenmarschs und gefolgt von den Schnurris, Deifeln und Lehr-Hexen zieht Pfarrer Marcus Maria Gut zusammen mit seinen Ministranten in die Kirche ein.
Albert BantleDer Sonntag stand in Niedereschach ganz im Zeichen der Narretei. Einer der Höhepunkte war der erstmals von Pfarrer Marcus Maria Gut zelebrierte närrische Gottesdienst in der katholischen Kirche, der von der Band „PS 150“ und dem Musikverein „Harmonie“ Niedereschach in begeisternder Weise musikalisch bereichert wurde.
Auch die vielen närrischen Gottesdienstbesucher waren gefordert. Zum musikalischen „Halleluja“ hieß es im Wechsel zwischen Männer und Frauen „Auf und Nieder“, und teils erinnerte dies fast schon an eine frühmorgendliche Gymnastikstunde, zumal Pfarrer, Ministranten und Gottesdienstbesucher auch beim Schunkeln mächtig „Gas“ gaben, denn auch Schunkellieder hallten durch den Kirchenraum.
Wie sehr den Narren der Gottesdienst Freude bereitete, zeigte nicht nur der am Ende des Gottesdienstes gewährte langanhaltende Applaus, sondern auch der immer wieder zu verzeichnende Beifall während des Gottesdienstes, sowohl für die Band Psalm 150 als auch für den Musikverein und Pfarrer Marcus Maria Gut, der den Gottesdienst inklusive der Predigt in gereimter Form und im Dialekt zelebrierte.
Es war förmlich spürbar, dass der aus der benachbarten Narrenhochburg Rottweil stammende Pfarrer die Fastnacht kennt, damit aufgewachsen ist und Freude an der Fastnacht hat. In seiner Predigt rief Gut dazu auf, die Sorgen des Alltages abzulegen und nach dem Motto „Jedem zur Freud und niemand zum Leid“, ausgiebig Fastnacht zu feiern.