Nach dem Event: Wer räumt eigentlich den Müll bei der Schwenninger Kulturnacht weg?

Bei der Kulturnacht wird gefeiert und gegessen und getrunken – und am Ende gilt es, die Überreste zu beseitigen. Dafür ist ein Team der TDVS im Einsatz.
TDVS6.30 Uhr am Sonntagmorgen, die Stadt schläft noch nach der langen Nacht der Kultur.
In Schwenningens Mitte tut sich aber dennoch etwas: Die Männer von der Stadtreinigung sind nämlich schon zugange. Sie beseitigen die Spuren aller, die hier noch vor nicht allzu langer Zeit gefestet, gefeiert, gegessen und getrunken und eine gute Zeit genossen haben.
Stanislav Bondarev ist bei den Technischen Diensten VS (TDVS) Sachgebietsleiter der Stadtreinigung und an diesem Sonntagmorgen mit seinem zehnköpfigen Team im Einsatz.
Wie jedes Jahr legen sie am Sonntagmorgen nach dem Großereignis am Muslenplatz los. Die Mitarbeiter arbeiten sich mit Müllfahrzeug, Kehrmaschinen und Gebläsen dann durch die Muslen zum Mauthepark und zum Schluss bis zum Marktplatz durch.
Müll fällt an
Und noch etwas ist wie jedes Jahr: Fast überall liegt Abfall, stellenweise mal mehr und mal weniger. Und die 30 zusätzlichen 240-Liter-Mülleimer, die durch den Entsorger Remondis angeliefert und vom Team des Amtes für Kultur auf dem Kulturnachtsgelände verteilt wurden, sind teils rappelvoll oder besser: übervoll.
Dabei wird eigentlich schon versucht, dem auch bereits im Vorfeld gegenzusteuern. In den Teilnahmebedingungen, die die Standbetreiber und Akteure im Vorfeld akzeptieren müssen, heißt es: „Bitte verzichten Sie auf Plastik! Setzen Sie ausschließlich langlebige Materialien ein – verzichten Sie auf unnötiges Einweggeschirr und Plastikwaren. Getränke sollten möglichst aus Mehrwegflaschen (Glas/Mehrwegbecher) ausgeschenkt werden. Des Weiteren bitten wir Sie, die die Abfalltrennung bitte konsequent umzusetzen. Helfen Sie uns, unnötigen Müll zu vermeiden!“

Viel Müll fällt während der Kulturnacht in Schwenningen an.
Foto: Mareike KrattAuch, wenn manche diesen Appell recht vorbildlich beherzigen: Etliche andere ignorieren diese Bitten. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich stets schon recht bald etwa jede Menge schmutziges Plastikgeschirr auftürmt. Verbindliche oder verpflichtende Vorgaben gibt es bislang nicht.
Als Regel gilt derweil: Jeder Standbetreiber ist verpflichtet, den Verkaufsstand in einem Radius von zehn Metern um seinen Stand während der Veranstaltung sauber zu halten, Müllstationen aufzustellen und regelmäßig zu leeren. Und weiter: „Die Entsorgung von Müll, Wertstoffen, Küchenabfällen und Speiseresten liegt in der Verantwortung des Standbetreibers. Wertstoffe sollen nach Möglichkeit getrennt gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt werden.“ Der Standplatz ist nach Veranstaltungsende „sauber und aufgeräumt zu hinterlassen.“’
In vier Stunden waren sie durch
Der Müll, der trotz all dieser Vorgaben anfällt, muss – wie man’s dreht und wendet – letztlich dennoch entsorgt werden. Er wird durch das Unternehmen Remondis und die TDVS abtransportiert. Für Stanislav Bondarev und seine Männer gab’s da am Sonntag in der Frühe ordentlich was zu tun.

Die TDVS-Männer machen binnen vier Stunden alles wieder sauber.
Foto: TDVSIm Vergleich zum Vorjahr, als man etwas weniger Besucher gezählt hatte, war’s dieses Mal wieder mehr, was entsorgt werden musste, berichtet der Abteilungsleiter. „Unterm Strich war es aber o.k. In knapp vier Stunden waren wir durch“, bilanziert er diesen Arbeitseinsatz im Sinne einer sauberen Stadt.