Mögliche Schließung
: Minara ist mehr als nur ein Schwimmbad

Zur möglichen Minaraschließung hat Udo Winkler diese Meinung.
Von
Leserbrief
Oberndorf
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Die Wasserrutsche blieb beim Umbau damals erhalten und es wurden hölzerne Liegeflächen angeschafft.

Wilfried Strohmeier

Mit Interesse verfolge ich die Diskussion um die Zukunft des Minaras. Natürlich müssen Kommunen wirtschaftlich handeln. Doch bei einem Schwimmbad greift die reine Betrachtung von Einnahmen und Ausgaben zu kurz.

Hier lernen Kinder schwimmen. Hier trainieren Vereine und Rettungsschwimmer. Hier entsteht ein Stück öffentlicher Raum, dessen Wert sich nicht allein in einer Bilanz ausdrücken lässt. Gleichzeitig leben wir nicht mehr in einer Zeit, in der jede Herausforderung automatisch durch den städtischen Haushalt gelöst werden kann.

Deshalb sollte die Diskussion nicht bei den Alternativen „weitermachen“ oder „schließen“ enden. Warum wird nicht geprüft, ob sich regionale Unternehmen, Gesundheitsanbieter, Krankenkassen, Investoren oder touristische Partner an einem tragfähigen Zukunftskonzept beteiligen können?

Bad Dürrheim lebt von Gesundheit, Prävention und Lebensqualität. Ein modernes Schwimmbad könnte genau diese Stärken miteinander verbinden. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht: Was kostet das Minara? Die Frage lautet: Welchen Wert messen wir als Gesellschaft Orten bei, an denen Gesundheit, Sicherheit, Gemeinschaft und Lebensqualität zusammenkommen? Wer ausschließlich über Einsparungen spricht, verwaltet den Mangel. Wer neue Wege der Zusammenarbeit sucht, gestaltet Zukunft. Manchmal ist der teuerste Beschluss nicht der Erhalt einer Einrichtung.

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