Legendäres Hegifest am Salinensee
: Hegifest begeistert in Bad Dürrheim mit Tauziehturnier und viel Musik

Das legendäre Hegifest am Salinensee in Bad Dürrheim lockte bei schönem Frühlingswetter viele Besucher.
Von
Martin Gruhler
Oberndorf
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Das Tauziehturnier am Seeufer ist einer der Höhepunkte der Veranstaltung.

Martin Gruhler

Einen Riesenandrang bei tollem Frühlingswetter mit hunderten von Gästen generierte das zum dritten Mal neu interpretierte legendäre Hegifest am Salinensee.

Das Hegifest wurde zum dritten Mal in der „Kulturecke“ des Salinensees ausgerichtet. An den Biertischgarnituren mit ihren 400 Plätzen war über den langen Tag bis in die Nacht hinein ob des großen Andrangs kaum ein freier Platz zu finden.

Für die Organisation der vergnüglichen Veranstaltung waren 30 junge fleißige „Heginaner“ verantwortlich, die ganz im Sinne der Gründungsväter eine Erfolgsgeschichte bei ihrer Interpretation des „Tages der Arbeit“ fortschrieben.

Zunächst als Straßenfeier

Altvordere Haudegen hatten ab 1977 das Hegifest zunächst als Straßenfeier in der Bauschengasse abgehalten, die den Stadtteil Hegi wesentlich repräsentiert. Somit wurde das Hegifest schon vor knapp einem halben Jahrhundert erstmals abgehalten. Zuletzt 1994 fand das Hegifest in der Innenstadt statt.

Ob einfacherer Organisationsbedingungen wurde das Fest an den nahen Salinensee verlegt. Dort ist längst eine gute Infrastruktur entstanden, die sich etwa auch mit dem Regionentheater bewährt hat.

Neben den Musikgruppen offenbarte sich ein ziemlich hemdsärmeliges Tauziehturnier am Seeufer als Höhepunkt der Veranstaltung. Wilde Urkräfte wurden in Oberarmen und Waden befreit, als die kräftigen Männer unter großem Gejohle um Prestige und Sieg kämpften. Vier Mannschaften hatten gemeldet, das Ergebnis offenbarte sich wie vor zwei Jahren als das gleiche: Bei ihrem Heimspiel triumphierte wiederum ein Hegi-Quintett.

Fanfarenzug läutet Fest ein

Musikalisch hatte der Fanfarenzug mit ganz viel Karacho das Treffen eingeleitet. Beim Bierfassanstechen zeigte Bürgermeister Jonathan Berggötz dann gutes Geschick. Das Bad Dürrheimer Blasorchester sowie der Musikverein Kappel begleiteten den langen Nachmittag. Die Urviecher-Guggä gestaltete ein „Finale furioso“ – indes nur das vorläufige, denn bis in die frühe Nacht hinein wurde von der Formation „HüBä“ feinste Brass- und Blasmusik gespielt.

Erfolgreich auch das Angebot für Kinder: Dreikäsehochs standen an der riesengroßen Hüpfburg und beim Kinderschminken gerne auch mal länger Schlange. Der 14 Meter hohe Mai-Baum wurde auf amerikanische Weise in Zwei-Euro-Schritten für schließlich 1202 Euro versteigert.

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