Kultur, KI und ein großes Fest: Das bewegt das Gymnasium am Deutenberg in Schwenningen

Das grüne Klassenzimmer, hier mit Schulleiter Zoran Josipovic, ist nur eines von mehreren Projekten, das im bald zurückliegenden Schuljahr am Gymnasium am Deutenberg realisiert wurde.
Mareike Kratt- GaD in Schwenningen erhält den Titel Kulturschule, verbunden mit Förderung für drei Jahre.
- Projektwoche „Schule liest ein Buch“ lief mit Der kleine Prinz; nächstes Jahr Werke von Saša Stanišić.
- G9 ist wieder Regelform am GaD, Schulleitung wünscht sich jedoch mehr Nachmittagsbetreuung.
- Sorgen beim Umgang mit KI: Vergleichbarkeit von Leistungen leidet, zugleich sieht die Schule Potenzial.
- Großes Schulfest am Freitag, 24. Juli: Projektpräsentation ab 16 Uhr, Musik und Treff ab 18 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist Schuljahresendspurt, und auch wenn die letzten Prüfungen inzwischen geschrieben sind und das Abitur absolviert ist, geht's am Gymnasium am Deutenberg (GaD) hoch her.
Blickt Schulleiter Zoran Josipovic zunächst auf das letzte Dreivierteljahr zurück, kann er eigentlich zufrieden sein mit all dem, was passiert und gelaufen ist. An oberster Stelle nennt er die Auszeichnung des GaDs als Kulturschule als eines von 32 Gymnasien in Baden-Württemberg.
Darauf ist der Schulleiter besonders stolz
„Ich bin sehr stolz darauf“, sagt der Schulleiter zur Ernennung, die durch Schulschwerpunkte wie Musik, Theater oder auch die Teilnahme am Projekt der NS-Zwangsarbeit in Schwenningen möglich war und die eine finanzielle Unterstützung in eben diesen kulturellen Bereichen in den nächsten drei Jahren zur Folge hat.
In diesem Zusammenhang nennt Josipovic auch das Projekt „Schule liest ein Buch“, bei dem der Weltroman Der kleine Prinz auf verschiedenen Ebenen eine Woche lang zum Thema in allen Jahrgangsstufen wurde. Im kommenden Schuljahr stehen zwei Werke des deutsch-bosnischen Schriftstellers Saša Stanišić im Fokus dieses Projekts.
Das Gymnasium am Deutenberg in Fakten
Das Gymnasium am Deutenberg, das seit 1965 besteht, zählt derzeit rund 800 Schüler sowie 77 Lehrkräfte. In diesem Schuljahr haben 76 Schüler das Abitur absolviert. Im kommenden Schuljahr 2026/27 werden drei neue fünfte Klassen hinzukommen. Dass dies weniger Schüler als in den Vorjahren sind, erklärt Schulleiter Zoran Josipovic mit der neu eingeführten verpflichtenden Grundschulempfehlung.
Das grüne Klassenzimmer hinter dem Schulgebäude, das vom GaD-Freundeskreis initiiert und gesponsert wurde, ist fertig gebaut und wurde von einer Schulklasse begrünt. Hier kann unter freiem Himmel gelernt und gearbeitet werden, hier soll auch Platz für Veranstaltungen und Bewegungspausen sein.
So ist das erste G9-Schuljahr gelaufen
Seit dem bald zurückliegenden Schuljahr 2025/26 ist das neunjährige Gymnasium (G9) auch am GaD wieder die Regelschulform. Dass die Schüler nun im Vergleich zum G9 nun deutlich weniger Unterricht und somit auch Zeit für mögliche Hobbies bleibt, begrüßt die Schule, erklärt Zoran Josipovic.

Das Gymnasium am Deutenberg lädt am Freitag, 24. Juli, zum großen Schulfest ein. Allerhand wird am Nachmittag und Abend geboten sein.
Mareike KrattDennoch hätte man sich gewünscht, dass vonseiten der Landesregierung die Nachmittagsbetreuung ausgebaut worden wäre, betont er. So müsse die Schule eben selber aktiv werden mit Zusatz-Angeboten – etwa durch Petra Brenneisen-Kubon, die mit einem niederschwelligen psychologischen Beratungsangebot am Gymnasium tätig ist und künftig darüber hinaus Projekte rund um Yoga und Alkoholprävention anbieten möchte.
Diese Sorgen machen sich am GaD breit
Mit Sorge blickt der Rektor derweil auf die grundsätzlichen Entwicklungen in Sachen Medienkonsum der Schüler sowie im Umgang mit KI. Dieser habe sich sogar mit Blick auf Hausaufgaben, Referate, ja sogar die mündliche Mitarbeit verschlimmert – eine Vergleichbarkeit herzustellen, werde immer schwieriger. „Da kommt noch was auf uns zu“, sagt Josipovic, wenngleich er den Einsatz der KI gleichzeitig auch als Potenzial, um Lehrer zu entlasten, empfindet.
Derzeit noch mitten in den Vorbereitungen stecken Schüler, Lehrer sowie Elternbeirat und Freundeskreis für das anstehende Schulfest am 24. Juli. Das steht natürlich auch im engen Zusammenhang mit dem 60-jährigen Bestehen der Schule, das rein faktisch bereits 2025 gewesen ist. An die Anfänge des Gymnasiums soll unter anderem in einer Ausstellung mit alten Utensilien erinnert werden, macht der Schulleiter Geschmack auf das große Fest rund um Schulhof und Schulgebäude, das als passende Abrundung auch die Ergebnisse der vorhergehenden Projektwoche präsentieren wird.
Das große Schulfest
Zum Schulfest lädt das GaD Familien, Freunde und Ehemalige am Freitag, 24. Juli, ein. Ab 16 Uhr findet rund um das Schulgebäude die Projektpräsentation statt – ob mit Escaperoom, Yoga, englischem Café oder dem Projekt GaD - Meilenstein der Architekturgeschichte. Ab 18 Uhr heißt es dann Meet & Greet mit Bewirtung durch den Freundeskreis und den Elternbeirat. Neben der Schulband JazzConnexion spielt auch eine GaD-Allstarsband, zudem gibt es einen Wettbewerb zum ältesten GaD-Utensil.
