Kindergarten und Krippe
: 34 Kinder verlassen das Tuninger Familienzentrum

Wenn Vorschulkinder gehen, beginnt im Familienzentrum Tuningen ein neues Kindergartenjahr – mit einem frischem Programm, viel Planung und einigen Verbesserungsmöglichkeiten.
Von
Anna-Sophie Zepf
Oberndorf
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Die Leiterin des Tuninger Familienzentrums Susanne Hauser ist mit der derzeitigen Lage zufrieden.

Anna-Sophie Zepf

Mit dem Stichtag des 15. Septembers werden viele Kinder eingeschult und hinterlassen Lücken im Kindergarten – auch im Familienzentrum in Tuningen. Wie viele Kinder neu in den Kindergarten beziehungsweise die Kinderkrippe kommen und wie die Vorbereitungen dazu aussehen – wir haben nachgefragt.

Mit der Einschulung der Kinder aus der Papageiengruppe (Vorschulkinder) stehen im Familienzentrum Veränderungen an. Es verlassen 34 Kinder den kommunalen Kindergarten. Spezielle Vorbereitungen auf das neue „Kindergartenjahr“ gebe es allerdings nicht, erklärt Susanne Hauser, Leiterin des Familienzentrums. „Es wird das ganze Jahr geplant.“

Diese frei gewordenen Plätze werden nach und nach in den nächsten Monaten aufgefüllt – teilweise noch bis in den März und April, berichtet sie. „Dann sind wir wieder voll ausgelastet“. Eine Warteliste gebe es in diesem Jahr nicht. In der Regel bekommen alle Kinder einen Betreuungsplatz, sei es nun im Familienzentrum, im evangelischen Kindergarten oder im Waldkindergarten, so Hauser.

Das Familienzentrum kann mehr als 150 Kinder aufnehmen. Diese sind aufgeteilt in Kindergartengruppen, in Kleinkind- und Ganztagsbetreuung. Vor allem die Ganztagsbetreuung sei nun häufiger gefragt, berichtet die Leiterin. Mit den zwei Gruppen sei man aber auch in diesem Bereich gut abgedeckt.

Gruppen sind voll ausgelastet

2022 wurde außerdem die neue Kinderkrippe eingeweiht, während das Familienzentrum zuvor nur zwei Gruppen zur Kleinkindbetreuung anbieten konnte, sind es inzwischen vier – auch diese sind voll ausgelastet.

Vier Kleinkindgruppen sind im Neubau der Kinderkrippe (links) untergebracht.

Foto: Zepf

Für das Kindergartenjahr 25/26 ist wie in jedem Jahr ein ausführliches Jahresprogramm mit verschiedene Workshops geplant. Es soll einen Trommelkurs geben, Theater und Tanz, Werken, aber auch einige Waldexkursionen für Eltern mit ihren Kindern.

Dabei werde ausdrücklich darauf geachtet, dass keine zu hohen Kosten auf die Eltern zukommen und die Programme zu deren Arbeitszeiten passen, erklärt die Leiterin. Am Familienfest im November werden die Ergebnisse dieser Workshops schließlich präsentiert.

Kooperationen mit verschiedenen Vereinen

Auch Vorträge, Informationsnachmittage und Kooperationen mit Vereinen sind geplant. Beispielsweise wird an der Dorfputzete teilgenommen oder mit dem Musikverein musiziert. Wichtig sei aber vor allem, dass es jedes Jahr etwas Neues gebe, führt sie aus.

Herausforderungen gebe es im Tuninger Familienzentrum derzeit nicht, meint Hauser. „Wir sind ganz glücklich.“ Personalmangel sei die vergangenen Jahre wiederholt ein Problem gewesen, doch 2025 seien sie in dieser Hinsicht gut ausgestattet. Genügend Personal entspanne alles, fügt sie schmunzelnd hinzu. Mit ausreichend Mitarbeitern können ebenfalls alle geplanten Workshops stattfinden.

Einige Verbesserungsmöglichkeiten

Dennoch gebe es immer Verbesserungsmöglichkeiten, allerdings nicht direkt im Familienzentrum. Stattdessen wünscht sich Hauser weniger Bürokratie: Es gebe immer mehr Dokumentationspflichten, die zur täglichen Arbeit noch hinzukommen. „Jedes neue Konzept muss man verschriftlichen“, sagt sie.

Auch die Kooperationen mit Fachstellen seien verbesserungswürdig. Der Weg, um professionelle Hilfe für ein Kind mit Bedarf zu bekommen, sei immer mit langen Wartezeiten verbunden. Verständnisvoll fügt Hauser hinzu, dass auch an diesen Stellen mit Personalmangel gekämpft werde.

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