Katholiken in Schwenningen
: Besonderer Schlüssel für neuen Pfarrer

Ein frischer Geist weht durch die katholische Seelsorgeeinheit Neckar-Baar.
Von
Jochen Schwillo
Oberndorf
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Den Schlüssel der Pfarrkirche in Form eines Hefezopfes überreichte Dekan Rüdiger Kocholl (von links) in der Schwenninger St. Franziskus-Kirche an Pfarrer Thomas Schmollinger und Pfarrer John Kannu Musa.

Jochen Schwillo

Mit der Investitur von Thomas Schmollinger gibt es nach der langen Vakanz von 496 Tagen seit Sonntagnachmittag in Schwenningen einen neuen Pfarrer. Außerdem wurde Pfarrer John Kannu Musa in sein Amt eingeführt.

Geprägt war der Gottesdienst durch seine Spiritualität, aber auch durch freudigen Kindergesang, einem Projektchor, heiteren Momenten und viel Beifall in der voll besetzten St. Franziskus-Kirche.

„Vor Gott verspreche ich die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinderäten zu leiten, das Wort Gottes zu verkünden und die Liturgie zu feiern. Ich erkläre mich bereit dafür zu sorgen, dass die Einrichtungen und das Vermögen der Gemeinde ordnungsgemäß verwaltet werden“, erklärte der neue Pfarrer.

Außerdem wolle er mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kirchengemeinden vertrauensvoll zusammenarbeiten, so Thomas Schmollinger, nachdem Kirchengemeinderätin Stefanie Häußler-Gnirz aus Tuningen die besondere Ehre hatte, von Bischof Klaus Krämer die Ernennungsurkunde für die neuen Pfarrer vortragen zu dürfen – mit allen Rechten und Pflichten.

Damit ist Thomas Schmollinger verantwortlicher Pfarrer für die Kirchengemeinden in der Seelsorgeeinheit Neckar-Baar. Der neue Schwenninger Pfarrer, der zuvor in Trossingen tätig war, stellte fest, dass seine Investitur etwas Besonders sei, bei der sich auch alle andern freuen sollten.

„Bewegendes Jahr 2025“

Für Thomas Schmollinger sei es es ein eindrucksvolles bewegendes Jahr 2025. „Es gab einen neuen Bischof in der Diözese, einen neuen Papst und jetzt kommt ein neuer Pfarrer“, schmunzelte Schmollinger. Für ihn ist es ein Segen, jetzt in Schwenningen seinen Dienst tun zu dürfen. Ein Grund, weshalb er sich hierfür entschieden hat, sei, dass man hier gut leben könne. Er freue sich auch auf die Arbeit mit dem Pastoralteam und für ihn sei das größte Wunder, dass er und John Musa in das neue Pfarrhaus neben der Mariä-Himmelfahrt-Kirche ziehen durften.

Ein besonderer Moment im Gottesdienst war, als Dekan Rüdiger Kocholl den neuen Schwenninger Pfarrer an den Priestersitz, rechts neben dem Altar führte und Schmollinger es ihm nachtat, als er John Kannu Musa an dessen Platz geleitete. Dekan Kocholl erinnerte, das Schmollinger die katholische St. Franziskuskirche bereits kenne. Denn von Juli 1995 bis Juli 1997 war er hier als Vikar tätig und er hatte immer den Kontakt nach Schwenningen gehalten.

Schlüssel übergeben

Dekan Kocholl freute sich, dass nun Schmollinger und John Kannu Musa gemeinsam ihren priesterlichen Dienst gemeinsam leisten. Als äußeres Zeichen übergab er die Schlüssel der Pfarrkirchen in der Seelsorgeeinheit, mit der Bitte, Sorge und Verantwortung zu tragen, auch um die Menschen, die ihnen anvertraut sind. Zum Ausdruck gebracht wurde dies mit einem symbolischen Schlüssel aus Hefezopf.

In den vergangenen Monaten hatte Pfarrer Albrecht Zepf das Amt des Administrator übernommen. Erstmals wurde das Amt der Vakanzbegleiterin geschaffen, das von Gemeindereferentin Lucia Feuerstein zusätzlich zu ihrer Aufgabe übernommen hatte. Dekan Rüdiger Kocholl dankte Beiden für ihre großartige Arbeit.

Stefan Erchinger als gewählter erster Vorsitzender des Schwenninger Kirchengemeinderates von St. Franziskus-Mariä Himmelfahrt erinnerte daran, dass die Vakanz ohne Pfarrer 496 Tage dauerte. „Es war eine Zeit, die uns gefordert hat, wir aber insgesamt sehr gut bewältigt haben und uns alle enger zusammengebracht hat“, so Erchinger. Er erinnerte auch daran, dass die Kirchengemeinderäte neu gewählt wurden, die bereit waren, Verantwortung zu übernehmen.

Glückwünsche und ein herzliches Willkommen in der Seelsorgeeinheit gab es auch von St. Otmar aus Weigheim und St. Georg aus Mühlhausen mit St. Anna aus Tuningen. „Wir wollen mit ihnen eine lebendige Gemeinschaft aufbauen und freuen uns auf die gemeinsame Zeit“, so die Tuninger Kirchengemeinderatsvorsitzende Isolde Bieberstein.

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