Haushaltsplan 2026 steht
: Dauchingen schmälert das Minus

Trotz einer leichten Unterdeckung sind 2026 in Dauchingen umfangreiche Investitionen in Infrastruktur, Energie und öffentliche Einrichtungen geplant.
Von
Rainer Bombardi
Oberndorf
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Der Gemeinderat lobte in der letzten Sitzung des Jahres die Arbeit in Rathaus, Verwaltung und Kämmerei.

Rainer Bombardi

Der Gemeinderat verabschiedete im Eiltempo einstimmig den in mehreren Sitzungen beratenen Haushaltplan 2026 inklusive der dazugehörigen Satzung, den Anlagen und den Finanzplan mit Investitionsprogramm.

Bürgermeister Torben Dorn motivierte im Vorfeld den Gemeinderat zum Beschluss, mit welchem sich die Chancen auf eine rasche Umsetzung der im kommenden Jahr geplanten großen investiven Maßnahmen deutlich erhöhen. Der Großteil von ihnen ist bereits in der Planung, so dass ihre Realisierung bereits ab dem Frühjahr und ihr Abschluss im November erfolgen kann.

Einleitend hatte Gemeindekämmerer Stefan Reiser in das umfangreiche Werk eingeführt, das im Ergebnishaushalt ordentliche Erträge von 12,2 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe von 12,35 Millionen Euro vorsieht. Die sich daraus ergebende Unterdeckung von 150000 Euro trägt dazu bei, dass die Rückstellungen im Gemeindehaushalt Ende 2026 von aktuell 900 000 auf 645 450 Euro vermindern.

Besseres Ergebnis als in den Vorberatungen

Da sich gegenüber den ersten Vorberatungen im November aufgrund der vom Land zugesicherten Finanzhilfe der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, der Umsatzsteuer und den Schlüsselzuweisungen um rund 225 000 Euro erhöhte, weist der Haushalt ein besseres Ergebnis wie in den ersten Vorberatungen aus. Hinzu kommt eine deutliche Erhöhung der Zuweisungen in Höhe von 94 000 Euro für den Kindergarten, die auf der Förderung im Kleinkindbereich, der Kleinkindbetreuung und er pädagogischen Leitungszeit basieren.

Die sich aus der Änderung der Verbrauchsgebühren für Wasser ergebenden Mehreinnahmen sind bereits eingearbeitet, so dass sich das Ergebnis um insgesamt rund 340 000 Euro verbesserte.

Die erforderlichen Investitionen zwingen die Gemeinde dennoch dazu einen Kredit in Höhe von 1,2 Millionen aufzunehmen, der ihren Schuldenstand auf 3,52 Millionen anwachsen lässt. Der größte Aufwandsposten fällt mit 30 Prozent Umlagekosten für Land und Kreis an.

Unterdurchschnittliche Personalkosten

Landesweit deutlich unter dem Durchschnitt liegt die Gemeinde bezüglich der Personalausgaben, welche im Vergleich zu Kommunen ähnlicher Größe ungefähr die Hälfte betragen. Auch bezüglich der Pro-Kopf-Verschuldung liegt die Gemeinde noch unter dem Durchschnitt.

Infolge der Beratungen war sich der Gemeinderat einig, im kommenden Jahr bezüglich der Gemeindegebäude in ein neues Zeiterfassungssystem, in die Außenanlagen des ehemaligen Pfarrhauses, in ein kommunales Nahwärmenetz, in eine Photovoltaik-Anlage für den Farrenstall und in eine erste Planungsrate für das Ärztehaus zu investieren.

Für den Bauhof sind der Kauf eines Ersatzfahrzeuges für den Unimog, einer Streumaschine und von Containerpritschen vorgesehen. Die Ausstattung der Feuerwehr wird mit einem Gerätewagen Transport und einer Hochwasserschutzpumpe ergänzt. 526 000 Euro sind für Grundstückserwerbe vorgesehen. Zudem fallen Kosten für den Abbruch eines Gemeindegebäudes, den Austausch der Wasserleitung in der Deißlinger Straße, die Erneuerung der Wasserleitungen und Verkehrsanlagen im Bereich Reutenen-Zimmerstraße und den Ausbau der Breitbandversorgung an.

Die Abwasserbeseitigung wird mit den Baumaßnahmen Regenrückhaltebecken Reutenen und der Kanalerneuerung im Bereich Reutenen-Zimmerstraße und der Deißlinger Straße aufgewertet. Insgesamt beläuft sich die Investitionstätigkeit auf 3,4 Millionen Euro.

Gut investiertes Geld in Kommunen

Jürgen Laufer (FW) dankte für die Erstellung eine Haushaltswerks, das besser abschneidet als in den ersten Beratungen angenommen. Mathias Schleicher (CDU) äußerte sich zufrieden über diese Entwicklung. „Das Geld für Kommunen ist gut investiert“, sprach er von einem ordentlichen Paket an Aufgaben, die es nun von der Gemeinde zu bearbeiten gilt.

Günther Haffa (UB) lobte eine solide Finanzpolitik der Verwaltung und insbesondere der Kämmerei. Er hoffte auf diesem Weg weiter gehen zu können.

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