Hagelschäden melden: Nach dem Unwetter in Villingen-Schwenningen – das sollten Betroffene jetzt tun

Hagelschäden wie diese am Dach der Deutenbergsporthalle in Villingen-Schwenningen gab es etliche nach dem jüngsten Unwetter. Wie Betroffene jetzt am besten ihre Schäden melden, dazu geben die Versicherer nun Hinweise.
Daniela Schneider- Nach Hagel in Villingen-Schwenningen prüfen viele Eigentümer Schäden – Ausmaß noch unklar.
- Versicherer: Jetzt Schäden dokumentieren, Folgeschäden verhindern und Versicherung informieren.
- Haus: Fotos oder Videos machen, Dach notdürftig sichern, nichts entsorgen, aber keine Gefahr eingehen.
- SV vermittelt Dachhandwerker für Notabdeckungen, Kontakt über Agenturen, online oder telefonisch.
- Auto: Schaden melden und Begutachtung abwarten. Zentrale Hagelzentren sind noch offen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Hagelunwetter in Villingen-Schwenningen und Umgebung begutachten viele Haus- und Autobesitzer derzeit die Schäden. Nach Angaben der Versicherer ist eine Einschätzung des gesamten Schadenausmaßes noch nicht möglich.
„Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch zu früh, um verlässliche Aussagen zum genauen Ausmaß oder zur Entwicklung im Vergleich zu früheren Unwettern zu treffen“, sagt beispielsweise Katharina Pankock-Muhle, Bereichsleiterin Sach-Schadenmanagement bei der LVM-Versicherung. Nach Angaben der LVM treffen viele Schadensmeldungen erst nach und nach ein, wenn sich Betroffene zunächst einen Überblick über die entstandenen Schäden verschafft haben.
Und auch Christoph Jag, Pressesprecher der SV Sparkassen-Versicherung, betont: „Für eine erste Prognose ist es noch zu früh. Wir rechnen mit einigen Hundert Schäden aus den Unwettern in Baden-Württemberg.“ Es seien am Mittwoch auch noch andere Gemeinden von Überschwemmungs-, Sturm- oder Hagelschäden betroffen gewesen.
Besonders wichtig jetzt: die Dokumentation
Für Betroffene gilt demnach jetzt vor allem: Schäden dokumentieren, Folgeschäden vermeiden und den Versicherer informieren.
Die Versicherer raten explizit bei Schäden am Haus:
- Schäden dokumentieren: Beschädigungen möglichst sofort fotografieren oder filmen. „Lieber ein Foto zu viel als eines zu wenig“, gibt etwa die Sparkassen-Versicherung als Devise aus.
- Folgeschäden verhindern: Provisorische Sicherungsmaßnahmen sind laut LVM-Versicherung sinnvoll und wichtig. Dazu gehört etwa, beschädigte Stellen am Dach zum Beispiel mit Planen abzudecken oder eingedrungenes Wasser zu beseitigen. Und Christoph Jag von der Sparkassen-Versicherung betont: „Wichtig ist, sich dabei keinesfalls in Gefahr zu begeben und im Notfall lieber die Feuerwehr unter 112 zu rufen. Ansonsten sollten keine Veränderungen der Schadenstelle vorgenommen werden, bevor nicht mit uns gesprochen wurde oder der Versicherungsnehmer eine schriftliche Nachricht von uns erhalten hat.“ Die SV Sparkassen-Versicherung hat im Übrigen eine Vereinbarung mit den Landesinnungsverbänden (LIV) der Dachhandwerker. Diese Betriebe können für die Reparatur von kleinen Sturmschäden sowie für erforderliche Erstmaßnahmen (Notabdeckung) vermittelt werden.
- Versicherung informieren: Den Schaden möglichst zeitnah der Gebäudeversicherung oder der zuständigen Versicherungsagentur melden. „Wir sind über alle Kanäle erreichbar. Unsere Agenturen nehmen vor Ort die Schäden entgegen“, betont beispielsweise der Sprecher der Sparkassen-Versicherung. Alternativ könnten Kundinnen und Kunden die Schäden auch online melden oder anrufen.
- Beschädigte Gegenstände aufbewahren: Soweit möglich sollten beschädigte Bauteile oder Gegenstände bis zur Klärung des Schadens nicht entsorgt werden.
Und bei Schäden am Auto ist demnach Folgendes zu beachten:
- Schaden melden: Auch Hagelschäden am Fahrzeug sollten möglichst zeitnah der Kfz-Versicherung gemeldet werden.
- Begutachtung abwarten: Nach der Schadenmeldung vereinbart der Versicherer in der Regel einen Termin zur Begutachtung.
Je nach Zahl der Schäden könnten Versicherer erneut zentrale Begutachtungstermine oder sogenannte Hagelzentren einrichten. Ob dies nach dem aktuellen Unwetter der Fall sein wird, ist derzeit noch offen. Abhängig von der weiteren Entwicklung des Schadenaufkommens in den nächsten Tagen erfolgt die Besichtigung entweder im Rahmen individueller Termine oder gegebenenfalls als Sammelbesichtigung an einem zentralen Standort.
„Ob zusätzlich ein Hagelzentrum eingerichtet wird und dabei beispielsweise ein 3D-Scanner zum Einsatz kommt, steht derzeit noch nicht fest“, teilt stellvertretend die LVM-Versicherung mit.
Weitere Tipps im Netz
Unter anderem auf der Homepage der Sparkassen-Versicherung gibt es zahlreiche weitere Tipps: https://www.sparkassenversicherung.de/service/schaden-tipps/gebaeude-hausrat-sturm-hagel.html
