Hagelflieger im Einsatz: Hagelkörner prasseln in Schwenningen vom Himmel

Hagelkörner, so groß wie Tischtennisbälle, prasselten am Dienstagmittag in Schwenningen vom Himmel
SeemannAm Dienstag hat die Hagelabwehr im Schwarzwald-Baar-Kreis gleich doppelt eingegriffen. Aufgrund der angekündigten Hitzegewitter war der Hagelflieger ab 11.30 Uhr in Bereitschaft – und startete kurz darauf zu seinem ersten Einsatz.
Schon am späten Vormittag hatten sich im Bereich des Feldbergs erste Gewitterzellen gebildet, die rasch in Richtung Süden des Landkreises zogen. Betroffen waren unter anderem Wolterdingen, Brigachtal, Donaueschingen, Hüfingen und Bad Dürrheim. Dort kam es zu Starkregen, Sturmböen und kleinkörnigem Hagel. Der Deutsche Wetterdienst warnte zunächst bis 12 Uhr amtlich vor schweren Gewittern, später wurde die Warnung verlängert.
Der Hagelflieger startete zunächst in Donaueschingen, flog dann über Löffingen, Hubertshofen, Tannheim, Villingen und Schwenningen sowie weiter in Richtung Trossingen und in den Hochschwarzwald. Nach der ersten Landung gegen 12 Uhr hob die Maschine um 12.19 Uhr erneut ab. Zwischenzeitlich war sie auch über Rottweil, Wellendingen und Spaichingen unterwegs.

Die Hagelkörner waren knapp drei Zentimeter groß.
Foto: SeemannTrotz des Einsatzes prasselten in Schwenningen gegen 12 Uhr etwa drei zentimetergroße Hagelkörner vom Himmel – dies meldeten Anwohner aus der Lupfenstraße unserer Redaktion. Zu größeren Schäden durch die tischtennisballgroßen Körner war es ersten Informationen zufolge nicht gekommen, Dellen in den Autos dürften jedoch nicht ausgeschlossen sein. Die Feuerwehr musste allerdings zu keinen Einsätzen ausrücken.
Mittwoch drohen erneut Gewitter
Die Wetterlage beruhigte sich am Nachmittag vorerst wieder. Weitere Gewitter sind am Dienstagabend aber nicht ausgeschlossen. Für Mittwoch ist eine ähnliche Wetterlage möglich – die Hagelabwehr bleibt vorgewarnt.
Unsere Redaktion informiert im Newsblog, wenn es zu weiteren Einsätzen des Hagelfliegers kommt.