Grundsteuer-Ranking
: VS landet sogar unter den Top Ten

Villingen-Schwenningen hat im neuesten bundesweiten Grundsteuerranking gut abgeschnitten und einen der vorderen Plätze erzielt. Das gibt der Eigentümerverein Haus & Grund Schwarzwald-Baar zum bundesweiten Aktionstag zur neuen Grundsteuer am 7. Oktober bekannt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Wie hoch der Grundsteuer-Hebesatz in VS für 2025 sein wird, steht noch nicht fest.

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In dem Ranking, das vom Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag von Haus & Grund erstellt wurde, wird die Grundsteuerlast für ein typisches Einfamilienhaus in den 100 einwohnerstärksten Städten Deutschlands verglichen, heißt es in der Pressemitteilung.

Zwischen der teuersten und günstigsten Stadt liegt danach eine Differenz von derzeit 436 Euro der im Ranking betrachteten Städte. 26 Städte haben den Hebesatz seit 2021 um durchschnittlich 20,2 Prozent erhöht.

Die Studie zeige eindrucksvoll, so Haus & Grund, dass die Grundsteuerbelastung für Immobilieneigentümer in Villingen-Schwenningen im Vergleich zu anderen Städten fair und ausgewogen ist. Derzeit gilt in in Villingen-Schwenningen nach den zuletzt regelmäßigen Erhöhungen der Hebesatz von 455.

Neue Grundsteuer

Die neue Grundsteuer soll aufkommensneutral sein. Dies bedeutet, dass die Stadt insgesamt mit der neuen Grundsteuer nicht mehr einnehmen darf als bisher. Das zuletzt vom Finanzministerium in Stuttgart veröffentlichte Transparenzregister weist für die Grundsteuer B in Villingen-Schwenningen einen aufkommensneutralen Hebesatz im Bereich zwischen 388 und 428 aus.

Thomas Haller, Vorstand von Haus & Grund Schwarzwald-Baar, sieht diese große Bandbreite mit einiger Sorge. Den betroffenen Eigentümern sei bei dieser Ungenauigkeit nicht geholfen: „Ja was gilt denn nun, muss man sich bei einer Spanne von 40 Prozentpunkten und mehr fragen.“

Hebesatz für 2025 unklar

Wie hoch der Hebesatz für die neue Grundsteuer 2025 sein wird, steht in Villingen-Schwenningen noch nicht fest. Auf Anfrage von Haus & Grund erklärt die städtische Pressestelle: „Die Verwaltung wird noch im Laufe des Jahres den neuen Hebesatz durch den Gemeinderat beschließen lassen. Vorab können wir noch keine Informationen über die Höhe des Hebesatzes mitteilen, da auch noch weitere Absprachen und Informationen mit weiteren Behörden von Nöten sind.“

Das jetzt von Haus & Grund veröffentlichte Ranking biete den Angaben zufolge eine objektive Übersicht über die Höhe der Grundsteuerbelastung in den größten deutschen Städten. Für Hauseigentümer, Vermieter und Mieter sei es ein wichtiger Indikator, der die wirtschaftliche Attraktivität einer Stadt widerspiegelt.

„Positives Signal“

Villingen-Schwenningen belegt im aktuellen Grundsteuerranking Platz 9 der 100 größten Städte. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Stadt im aktuellen Ranking so gut bewertet wurde“, erklärt der Vorsitzende von Haus & Grund Schwarzwald-Baar, Rechtsanwalt Thomas Haller „Dies ist ein positives Signal für unsere Bürger, die derzeit von einer verhältnismäßig niedrigen Steuerlast profitieren.“

Berechnung wird geändert

Die Grundsteuerreform, die ab dem 1. Januar 2025 greift, ändert die künftige Berechnung der Grundsteuer grundlegend. Haus & Grund Schwarzwald Baar sieht dabei die Städte und Gemeinden in der Pflicht, die Reform verantwortungsvoll umzusetzen, damit die Reform nicht zum „Grundsteuerungeheuer“ wird. Das im Zusammenhang mit der Grundsteuerreform gegebene politische Versprechen, diese Reform für die Bürger aufkommensneutral umzusetzen, müsse erfüllt werden.

„Für 2025 absenken“

Damit die Stadt Villingen-Schwenningen wie versprochen die Summe der Steuerlast aus der Grundsteuer nicht erhöht, müsse sie ihren Steuerhebesatz für 2025 deutlich absenken, erklärt Haus & Grund. „Wir setzen darauf, dass auch nach der Reform das Prinzip der Steuerfairness erhalten bleibt. Es darf keine versteckte Steuererhöhung durch die Hintertür geben“, so Haller. Dann werde Villingen-Schwenningen auch in Zukunft bei einem erneuten Grundsteuerranking wieder einen der vorderen Plätze belegen können.

Die neue Grundsteuer stellte und stellt insbesondere Immobilieneigentümer vor Herausforderungen. Haus & Grund Schwarzwald Baar appelliert daher an die Politik, die Auswirkungen auf die Bürger im Auge zu behalten. „Die aktuelle moderate Belastung in Villingen-Schwenningen zeigt, dass es möglich ist, eine faire Grundsteuer zu erheben, ohne die Attraktivität der Stadt oder den Wohnungsmarkt zu beeinträchtigen. Dies sollte ein Vorbild für andere Kommunen sein“, betont Haller.

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