Geringer Wasserdruck für viele
: Größerer Wasserrohrbruch in Villingen – das sind die Folgen

An einer der Hauptversorgungsleitungen für das Villinger Wassernetz gibt es einen Rohrbruch. Zahlreichen Bürgern dürfte ein geringer Wasserdruck aufgefallen sein. Das sind die Folgen.
Von
Marc Eich
Oberndorf
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Mitarbeiter der SVS sind an der betroffenen Stelle des Wasserohrbruchs im Unteren Dammweg in Villingen.

Marc Eich

Es ist eine unscheinbare Stelle am Unteren Dammweg, die zu umfangreichen Auswirkungen auf das Wassernetz in Villingen geführt hat. Im dortigen Gewerbegebiet ist es am Vormittag zu einem Rohrbruch an einer der Hauptversorgungsleitungen gekommen.

Gegen 11 Uhr hatten sich Bürger bei den Stadtwerken über fehlenden Wasserdruck beklagt. Betroffen waren weite Teile des Stadtgebiets. Informationen unserer Redaktion zufolge ist aufgrund möglicher Auswirkungen auf die Löschwasserversorgung in Villingen auch die Führung der Feuerwehr über den Rohrbruch informiert worden.

Zu diesem Zeitpunkt waren zwar die Auswirkungen des Rohrbruchs zu spüren, die Bruchstelle konnte zunächst jedoch nicht lokalisiert werden. Die Experten der Stadtwerke suchten deshalb fieberhaft nach jener Stelle, die für Probleme im Villinger Wassernetz sorgte.

Nach mehreren Maßnahmen konnte der Bereich schließlich auf den Unteren Dammweg eingegrenzt werden. Dort war der Rohrbruch aber zunächst nicht sichtbar – und zwar aufgrund der Tatsache, dass das aus dem Rohr schießende Wasser in die Brigach floss.

Mehrere Betriebe ohne Wasser

Vor Ort war zu sehen, wie sich das Wasser einen Weg an die Oberfläche gesucht hat und in das Gewässer abfloss. Verbunden ist dies an der Stelle mit einem kleineren Erdrutsch und Unterspülungen im Bereich der Böschung.

Die Schilder machen es deutlich: Hier befindet sich eine 300er-Wasserleitung.

Foto: Marc Eich

Genau dort fließt eine größere Wasserleitung mit einem Innendurchmesser von 300 Millimetern durch. Dabei handelt es sich um eine Hauptversorgungsleitung, die das Gebiet versorgt. „Letztlich ist das glimpflich ausgegangen“, macht Oliver Bauer, Sprecher der Stadtwerke VS (SVS), deutlich. Betroffen ist das Gewerbegebiet mit mehreren Betrieben und einem Wohnhaus in der Rietheimer Straße – etwa von der Firma Villerit bis zu den Klärwerken. Dort ist die Versorgung mit Trinkwasser vorerst unterbrochen.

Aufgraben wird wohl schwieriges Unterfangen

Andere Bereiche sind seinen Angaben zufolge mithilfe von Umleitungen wieder ohne Druckverlust versorgt. Gegen 14.30 Uhr traf eine alarmierte Tiefbaufirma am Schadensort ein, um den Bereich aufzugraben und die Bruchstelle zu lokalisieren. Aufgrund der Tatsache, dass Telekom-Leitungen an der betroffenen Stelle verlaufen und der Grundwasserspiegel der Brigach Auswirkungen auf die Baugrube haben dürfte, kein leichtes Unterfangen.

Das Wasser fließt unterhalb des gepflasterten Bereichs aus dem gebrochenen Rohr. Es gibt dort auch Unterspülungen.

Foto: Marc Eich

Ungeachtet der Schwierigkeiten wurden die verantwortlichen SVS-Mitarbeiter an der Einsatzstelle unwirsch von einem Mitarbeiter eines dortigen Betriebs angegangen, der aufgrund des abgestellten Wassers und des daraus resultierenden Stillstands in der Firma seine Unmut kundtat. „Viele schauen, keiner macht etwas“, warf er respektlos den Zuständigen entgegen, während sie auf die Baufirma warteten. Ein Vorwurf, der angesichts der Lage unzutreffend war.

Arbeiten dauern wohl bis Samstagmorgen

Die Maßnahme wird nach Angaben der SVS voraussichtlich bis Samstagmorgen dauern. Nach der Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung könne es kurzzeitig zu Trübungen des Wassers kommen. Diese sind laut den Stadtwerken gesundheitlich unbedenklich. Auch kann es weiterhin vorübergehend zu einem Druckabfall kommen.

Erst am vergangenen Donnerstag kam es in der Vöhrenbacher Straße zu einem Wasserrohrbruch. Dort war die Wasserversorgung zweier Häuser kurzzeitig unterbrochen. Aufgrund der Arbeiten kommt es in dem Bereich weiterhin zu kleineren Behinderungen.

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