Gebäude evakuiert
: Gasalarm an Realschule in Bad Dürrheim

An der Realschule in Bad Dürrheim hat es am Donnerstagvormittag einen Gasalarm gegeben. Um welchen Stoff es sich handelt, ist aktuell unklar. Die Rettungskräfte sind vor Ort.
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(Spitz/red)
Oberndorf
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Gasalarm! Die Realschule in Bad Dürrheim musste evakuiert werden.

Spitz

Eine Schülerin sei ins Sekretariat gekommen, erzählt Schulleiterin Stephanie Martin im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Schülerin habe von einer anderen Schülerin berichtet, der auf der Schultoilette schlecht geworden sei. 

Die Schulleiterin war kurz darauf vor Ort und stellte beim Betreten des Raums fest, dass es ihr im Hals kratzte. Darufhin wurde ein Notruf getätigt und parallel dazu wurde der Neubau der Schule evakuiert. Die Schule besuchen aktuell 630 Schüler, etwa die Hälfte davon ist im Neubau untergebracht.

Ein Feuerwehrmann, der im Gebäude war, habe von einer sofortigen Reizung der Atemwege gesprochen.

Polizei, Rotes Kreuz und die Feuerwehr Bad Dürrheim sind aktuell vor Ort, ebenso die Abteilung Hochemmingen. Zwei Atemschutzgeräteträger sind im Gebäude und nehmen erste Messungen vor, die allerdings unauffällig verliefen, so Einsatzleiter Johann Merkel. Das verwendete Gerät würde allerdings das Versprühen von Pfefferspray nicht erkennen.

Schüler im Altbau setzen Unterricht fort

Weil nach wie vor unklar ist, um welchen Stoff es sich handelt, hat Merkel eine weitere Messeinheit angefordert. Ein „Säuretest“ habe nicht ausgeschlagen.

Gegen 11.30 Uhr kam die Spezialeinheit mit dem „Gerätewagen Messtechnik“. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug des Landkreises Schwarzwald-Baar, das im Bevölkerungsschutz bei besonderen Gefahrenlagen hinzugezogen wird. Der Messapparat kann über verschiedene Messröhrchen bestimmte Stoffgruppen anzeigen, beispielsweise auch, ob Säure im Spiel ist. Je nach Ergebnis werden dann weitere Maßnahmen eingeleitet.

Die Schüler im Altbau konnten ihren Unterricht ungeachtet dessen fortsetzen.

Laut Schulleiterin Stephanie Martin geht es der Schülerin, welcher auf der Toilette schlecht geworden ist, übrigens wieder „gut“.

Sanitärbereich soll „geflutet“ werden

Vorübergehend wurden die Fenster noch einmal geschlossen, um herauszufinden, ob die Reizung nochmal zunimmt und eventuell weitere Maßnahmen notwendig sind. Wie sich dabei herausstellte stieg die Konzentration mit geschlossenen Fenstern an. Daher wird davon ausgegangen, dass ein Reizstoff da war oder ist, der sich verflüchtigt.

Auch gegen 11.50 Uhr ist weiterhin unklar, um welche Substanz es sich handelt. Das weitere Vorgehen sieht vor, dass der Boden im Sanitärbereich nach einem erneuten Rundgang „geflutet“ wird. Zu diesem Zweck wurde ein Löschfahrzeug in Stellung gebracht. Mit einer Kübelspritze wird der Boden dann abgespritzt, abgezogen und schließlich gelüftet. Danach sollte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden können.

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