Feuerwehr im Einsatz: Flächenbrand in Villinger Wohngebiet - 2500 Quadratmeter betroffen

In einem Villinger Wohngebiet ist ein Flächenbrand ausgebrochen.
Marc EichUngewöhnliche Einsatzlage für die Feuerwehr am Freitagnachmittag: Dass es im März zu einem größeren Flächenbrand kommt, ist nicht an der Tagesordnung. Aber genau dies war der Grund für die Alarmierung gegen 13.45 Uhr.
Anwohner hatten zum Hörer gegriffen und den Notruf gewählt, weil sie auf einer großflächigen Grünfläche zwischen der Grünberger Straße im Haslach und der Tiroler Straße in der Wöschhalde einen Vegetationsbrand entdeckt hatten. Doch das war nicht alles. Ein Anwohner schildert: „Erst hat es auf der einen Seite gebrannt – dann meinten Nachbarn, dass es weitere Brandherde gibt.“
Tatsächlich erreichte die Integrierte Leitstelle gleich mehrere Anrufe – schnell kristallisierte sich heraus: Es brennt nicht nur eine große Fläche, sondern es gibt auch weitere Einsatzstellen.
Nachdem zuerst die Feuerwehr Villingen alarmiert worden war, folgte kurz darauf der Alarm für die Schwenninger Abteilung – insbesondere aufgrund ihres Abrollbehälters Wasser, der bei fehlender Wasserversorgung für das nötige Löschmittel sorgt. Die Kameraden aus dem Neckarstadtteil mussten allerdings nicht mehr anrücken. Kurz nach dem Eintreffen der ersten Kräfte konnte bereits eine Löschwasserversorgung aufgebaut werden.
Wind sorgt für ein schnelles Ausbreiten
Mehrere Trupps, teilweise unter Atemschutz, konnten die Flammen entlang des Trampelpfads zwischen den beiden Straßen recht schnell eindämmen. Das Feuer breitete sich aufgrund teils böiger Winde jedoch ebenso schnell von den Grasflächen ins Unterholz aus.
Und dann galt es darüber hinaus, weitere Brandherde in den Griff zu bekommen. So wurde die Feuerwehr auch auf Flammen entlang eines Fußgängerwegs an der Haslachschule aufmerksam gemacht. Dort reichte es jedoch, mit der Kübelspritze zu löschen und so ein weiteres Ausbreiten zu verhindern.
Polizei entdeckt auffällige Gegenstände
Nach etwas mehr als einer Stunde konnte die Feuerwehr nach genauer Kontrolle mit Gewissheit sagen, dass sämtliche Glutnester auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmetern abgelöscht worden waren. Parallel stieg die Polizei direkt in die Ermittlungen zu einer möglichen Brandursache ein. Die Tatsache, dass gleich an mehreren Stellen ein Brand ausgebrochen war, spricht für gezielte Brandstiftung. Die Beamten hielten deshalb nach möglichen Zündmitteln Ausschau und entdeckten mehrere auffällige Gegenstände. Die Ermittlungen zur Ursache laufen jedoch noch.
Die Feuerwehr war mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort.