Fasnet in Villingen: Hexenzunft wächst um weitere 69 Täuflinge

Wer den Donnerbalken zu durchlaufen schaffte, war seiner Scheme bei der Hexentaufe ein Stück näher.
Birgit Heinig»Mir sinn die Villinger Hexe, ihs kennt jedes Kind« heißt es im Hexenlied, das am Dienstag in der Anlage vor dem Romäusturm nahezu alle Zuschauer mitsingen konnten.
Im Blick hatten sie dabei die mystisch angeleuchtete Stadtmauer, aus der, mit Spannung erwartet, schließlich der von Pyrotechnik begleitete Hexenmeister und sein Gefolge traten.
Hinter ihnen erschien der verängstigt wirkende Haufen (noch) schemenloser Neuhexen, die ihren Taufspruch zunächst verhalten, dann unter Druck ihrer zukünftigen Hexenkollegen aber immer lauter aufsagten, bevor sie sich den Aufnahmetorturen unterzogen.

Der Hexenmeister und sein Gefolge tauften am Dreikönigstag 69 neue Hexen.
Foto: Birgit HeinigDazu gehörten das Schlucken eines giftgrünen Tranks, das Überqueren des Ochsenkarrens, auf dem mit Stroh bewaffnete Hexen warteten und der „Donnerbalken“, über den zu laufen aufgrund verhexter Interventionen erschwert wurde.
Für all jene, die sich beim Sommertraining für das Taufritual „auffällig“ verhalten hatten, hielt die grün-rote Meute noch eine Rundfahrt im „Kotzkübel parat“.
Schließlich bekamen nach der auch für das Publikum unterhaltsamen und in Hexenmanier mit allen technischen Raffinessen aufgewerteten Show alle Täuflinge ihren Stempel auf die Stirn gedrückt und ihre Scheme umgebunden. Die Fasnet 2026 kann für die Hexenzunft beginnen.