Evangelische Kirche VS
: Auf der Suche nach Kandidaten

Alle sechs Jahre werden in der Evangelischen Kirche in Baden die Kirchengemeinderäte gewählt.
Von
(red/pm)
Oberndorf
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Die Pauluskirche in Villingen, aktuell suchen die evangelischen Gemeinden Kandidaten zur Kirchengemeinderatswahl.

Kirchengemeinde Villingen

Am 1. Advent ist es wieder so weit. Jetzt im Sommer werden in allen Kirchengemeinden Kandidierende für die Wahllisten gesucht, also zwischen Blumberg und Königsfeld, zwischen Furtwangen und Niedereschach.

Gemeindeglieder ab 16 Jahren können zur Kandidatur vorgeschlagen werden. In den Pfarrbüros gibt es Formulare für Vorschläge. Man kann auch einfach aktuelle Kirchengemeinderäte oder Pfarrerinnen und Pfarrer ansprechen, wenn man jemanden oder sich selbst vorschlagen möchte.

Was muss man mitbringen? Freude daran, gemeinsam etwas zu bewirken. Offenheit für andere Meinungen und Einstellungen. Interesse an Kirche und Glaubensfragen.

Was bekommt man? Zusammenarbeit in einem kreativen Team, Chancen zur Vernetzung und Weiterbildung, Mitbestimmung und Einblicke in viele Arbeitsbereiche wie Diakonie, Seelsorge, Finanzen & Verwaltung, Kinder- und Jugendarbeit, Gemeindeleben & Gottesdienst.

Ehrenamtlich in der Mehrheit

Die Kirchengemeinden werden von den Kirchengemeinderäten gemeinsam mit den Pfarrpersonen geleitet. Es ist eine gute evangelische Tradition, dass die Ehrenamtlichen in den Räten in der Mehrheit sind. Dies gilt dann auch für die Bezirkssynode, die nach den Wahlen aus den Kirchengemeinderäten beschickt wird. Und die wiederum wählt Delegierte in die Landessynode, die in der Leitung der Badischen Landeskirche wesentlich mitwirkt.

Die Kirche baut sich also von unten auf, wird in verschiedenen Stufen demokratisch gewählt, so die Pressemitteilung. In kleinen Gemeinden wie Öfingen sind es vier zu wählende Kirchengemeinderäte, in großen wie Villingen sind es sechzehn. Im Kooperationsraum Süd arbeiten die Kirchengemeinden rund um Bad Dürrheim (mit Oberbaldingen und Öfingen), Donaueschingen, Hüfingen-Bräunlingen und Blumberg miteinander.

Im Kooperationsraum Nord-West sind es die Gemeinden St. Georgen-Tennenbronn, Furtwangen, Triberg, Mönchweiler, Königsfeld und Buchenberg-Weiler. Dazwischen liegt die große Kirchengemeinde Villingen mit den Umlandgemeinden Jakobus (Niedereschach und Dauchingen) und Matthäus (mit Marbach, Brigachtal und anderen Ortsteilen). Die Zusammenarbeit in den Kooperationsräumen wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut, auch im organisatorischen Bereich.

Wann sind die Wahlen und wie geht das dann? Am Sonntag, 1. Advent, also am 30. November, finden die Kirchenwahlen statt. Das wird dieses Jahr im Wesentlichen mit Wahlversammlungen organisiert, die normalerweise rund um die Adventsgottesdienste angesetzt werden.

Wie das genau geht, wird jeweils vor Ort in den Gemeinden vorbereitet und bekannt gegeben. Die Kirchengemeinderäte sind für die Durchführung verantwortlich. Wer an jenem Tag verhindert ist, kann im Pfarrbüro formlos Unterlagen für die Briefwahl beantragen.

Auch bei den Wahlversammlungen wird frei und geheim gewählt, es werden Wahlkabinen zur Verfügung stehen. Im Vorfeld werden die Kirchengemeinden zur Wahl aufrufen und die Kandidierenden bekannt machen. Die neuen Gremien treten dann kurz vor Weihnachten oder in den meisten Fällen im Januar zum ersten Mal zusammen. Bis dahin sind die bisherigen im Amt.

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