Bürgermeisterwahl in Niedereschach: Nur wenig Interesse an Wahl-Spaziergang

Alfred Irion (von links), Claudia Krause und Hans-Joachim Quandt sind die einzigen Teilnehmer am von Bürgermeister Martin Ragg angebotenen kommunalpolitischen Dorf-Spaziergang.
Albert BantleBürgermeister Martin Ragg will den Bürgern Angebote machen, mit ihm ins Gespräch zu kommen. In den Ortsteilen Schabenhausen und Kappel bot er deshalb am Samstag gemeinsame „lockere Spaziergänge“ durch das Dorf an.
In Fischbach startet dieser Spaziergang am Samstag, 28. Februar, um 10 Uhr beim Heimatmuseum. Die Abschlusskundgebung findet am Donnerstag, 5. März, 19 Uhr, im Restaurant-Café Bantle im Kernort Niedereschach statt.
Bei nasskaltem Wetter und Dauerregen nutzten am Samstagvormittag nur Claudia Krause, Alfred Irion und Hans-Joachim Quandt das Angebot zum Dorf-Spaziergang mit dem Bürgermeister. Angesprochen wurden dabei Themen wie ein neues Baugebiet für Schabenhausen, der weitere Glasfaser-Ausbau, das Hochwasser-Management der Gemeinde und die vor dem Abschluss stehende Sanierung und Erweiterung des Kindergartens in Schabenhausen.
Kindergarten künftig zweigruppig
Durch die Erweiterung des Kindergartens wird dieser künftig zweigruppig geführt, was eine große Aufwertung für den Kindergartenstandort Schabenhausen darstelle. Die Frage, weshalb die Gemeinde in Schabenhausen die Trägerschaft für den Kindergarten der Stiftung „Lernen, Fördern, Arbeiten“ übertragen hat und in Kappel, wo sich wie in Schabenhausen der früher als Träger vorhandene Kindergartenverein aufgelöst hat, die Gemeinde nun der Träger ist, beantwortete Ragg dahingehend, dass sich das „so ergeben“ habe. In der Gesamtgemeinde gebe es verschiedene Träger, in Niedereschach zum Beispiel sei es die katholische Kirche.
Neu installiertes Friedhofstor
Gefreut hat sich Ragg über das Lob für das neu installierte Friedhofstor, das seit Jahren instabil und dann auch nicht mehr richtig zu schließen war. Nachdem nun extra stärkere Fundamente einbetoniert wurden, dürfte das Problem nun dauerhaft gelöst sein.
Was ein weiteres Baugebiet für Schabenhausen betrifft, verwies der Bürgermeister darauf, dass der Gemeinderat in Kürze über die weitere bauliche Entwicklung in der Gesamtgemeinde beraten werde. Dann erst könne er mehr dazu sagen. Mit Blick auf den Flächennutzungsplan sei es so, dass das Regierungspräsidium eine in Schabenhausen ausgewiesene Wohnbaufläche wieder streichen möchte.
Beim Glasfaserausbau sehe es für Schabenhausen sehr gut aus. Laut dem Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar-Kreis bekommen in Schabenhausen noch in diesen Jahr alle Gebäude das schnelle Internet.