Bilanz der Schwenninger Kulturnacht
: Das sagen Besucher und Teilnehmer zur 18. Ausgabe

20 000 Menschen, die friedlich miteinander feiern: Stadt und Polizei ziehen ein positives Fazit der Schwenninger Kulturnacht. Und wie sieht’s in den (Vereins-)Kassen aus?
Von
Mareike Kratt
Oberndorf
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Die Guggenmusik Fetzä-Bätscher VS hat bei der Kulturnacht nicht nur Spaß, sondern auch viele Kunden – auch wenn es nach eigenen Aussagen schonmal mehr waren.

Mareike Kratt

Samstagabend, kurz vor eins im Mauthepark: Die Kulturnacht steuert allmählich ihrem Ende entgegen. Während die letzten Gitarrenriffs der Rockband Acoustical South von der Bühne durch den Park klingen , wird es für den DLRG allmählich Zeit, den Bewirtungsstand zusammenzuräumen – und Bilanz zu ziehen. „Wir sind auf jeden Fall zufrieden und haben wieder gut verkauft“, sagt Michael Seemann aus dem Vorstandsteam.

Der Stand ist alljährlich beliebter Anziehungspunkt im Mauthepark und dementsprechend gut frequentiert. Diesmal hielten sich die Anstehzeiten aber einigermaßen im Rahmen. Von einer gut gefüllten Vereinskasse geht Michael Seemann aber dennoch aus und unterstreicht zudem die gute Stimmung, die sich im Park ausgebreitet hat.

Premiere geglückt

Davon angetan ist auch Nimet Demirdag, Vorsitzende des Caba Kulturvereins aus Villingen. Kennt man den rund 30-köpfigen Verein vor allem durch die jahrelange Bewirtung beim Innenhoffestival, schnuppert er erstmals Kulturnacht-Luft. Neben Getränken gibt’s am Stand oben im Mauthepark Falafel, Pommes und Adana Kebap – ein Kalbfleischspieß. „Echt super“, findet man es in Schwenningen und ist auch mit der Resonanz am Stand zufrieden.

„Klein wenig mehr erhofft“

Unterhalb vom Mauthepark lockt das Irish Pub während der Kulturnacht mit einem lauschigen Platz im Biergarten oder einem schnellen Getränk an der zusätzlich aufgestellten Bar. Inhaber Michael Steiger ist zufrieden und freut sich, dass das Wetter in diesem Jahr wieder mitgemacht hat. Aber genau deswegen hatte er sich bei der Resonanz „ein klein wenig mehr erhofft“, zieht er eine erste Bilanz. Sagt aber gleichzeitig mit Blick auf mögliche Zwischenfälle: „Hauptsache, es gab keinen Ärger.“

Kulturnacht zweitägig?

Ein wahnsinniger Aufwand stecke jedes Jahr in der Umsetzung der Kulturnacht, findet Steiger. Auch wenn er weiß, dass es nochmals mit zusätzlicher Organisation etwa in Sachen Straßensperrung verbunden ist, spricht er an, was öfters schon in der Diskussion war: „Würde es sich nicht lohnen, die Kulturnacht an zwei Tagen durchzuziehen?“

In den oberen Muslen rund um Siesta und Eiscafé Gianotti wird zu DJ-Musik noch kräftig getanzt und gefeiert – hier ist auch nach ein Uhr kaum ein Durchkommen möglich.

Kein Gedränge

Inzwischen ruhiger geht es weiter unten am großen Stand der doppelstädtischen Guggenmusik Fetzä-Bätscher zu. Cocktails und Bier seien wieder gut über die Theke gegangen, sagen die fleißigen Vereinsmitglieder. Ein wenig leerer sei es diesmal gewesen, haben sie den Eindruck.

Und tatsächlich: Rund um City-Rondell und kleinem Muslenplatz sei das Gedränge den ganzen Abend über nicht so groß gewesen wie manchmal in der Vergangenheit, bestätigt wenig später Besucherin Ingrid Verlimke. „Und das war auf jeden Fall besser zum Flanieren.“

Andreas Reinecke aus Dunningen sind aber auch die Sicherheitsvorkehrungen positiv aufgefallen – und die erhöhte Polizeipräsenz. „Es ist gut, dass soviel gemacht wird.“

Auch wenn es laut Angaben der Stadt letztendlich doch wieder 20 000 Besucher gewesen sind, kommt es dem einen oder anderen Bürger an diesem Abend etwas leerer – aber gleichzeitig auch angenehmer vor.

Umsatzeinbußen?

Während es vom Weinstand der Lions am Muslenzentrum bei der Bilanz heißt, dass „es schon mal mehr war“, ist beim Basketballverein VS mit Stand am kleinen Muslenplatz von Umsatzeinbußen nicht im Geringsten die Rede. Die Vorsitzende Gabriele Cernoch-Reich ist begeistert von der Großveranstaltung.

„Wirklich voll schön“

Mit drei Getränkeständen rund um den großen Muslenplatz hat die Stadtmusik Schwenningen an diesem Abend wieder alle Hände voll zu tun. Geschafft, aber glücklich ist das Vorstandsteam rund um den Vorsitzenden Sebastian Grießhaber, als um 1.30 Uhr die Getränkekisten in den Lastwagen geladen werden.

Alle ziehen ein positives Fazit. Als „friedlich, freundlich und lustig“ beschreibt er die Atmosphäre. „Es war wirklich – mit Anlehnung ans Motto – voll schön.“

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