Bewegende Aktion
: Eine Fackel der Hoffnung kommt nach VS

Am 11. August brennt die Engels-Fackel in Villingen-Schwenningen. Der Kinder-Lebens-Lauf macht Station – für Familien mit unheilbar erkrankten Kindern. Jeder kann mitlaufen und Zeichen setzen.
Von
Cornelia Spitz
Villingen-Schwenningen
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Die kleine Mira, das Starterkind des diesjährigen Kinder-Lebens-Laufs, hat sich in Berlin auf den Weg gebmacht. Nun ist die Engels-Fackel auf Umwegen unterwegs nach VS.

Die kleine Mira, das Starterkind des diesjährigen Kinder-Lebens-Laufs, hat sich in Berlin auf den Weg gemacht. Nun ist die Engels-Fackel auf Umwegen unterwegs nach VS.

Konstantin Börner/BVKH
  • Kinder-Lebens-Lauf macht Station in Villingen-Schwenningen – Übergabe am 11. August um 10 Uhr.
  • Ankunft aus Lörrach teils per Pferdekutsche; Übergabe um 14.30 Uhr auf dem Marktplatz.
  • Ziel ist Aufmerksamkeit für Familien mit „lebensverkürzend erkranktem Kind“ und Hospizdienste.
  • Die Engels-Fackel erinnert an Angelina und wird seit 2018 als Zeichen weitergetragen.
  • Start war in Berlin, rund 130 Stationen bis zum Europapark; Mitlaufen in VS ist möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die größte Inklusionskampagne, die Deutschland zu bieten hat, macht Station in Villingen-Schwenningen. Gemeint ist damit der Kinder-Lebens-Lauf. Alle zwei Jahre zieht er durch die Bundesrepublik. Er ist ein Staffellauf der besonderen Art.

Am 11. August ist es so weit: Um 10 Uhr wird die Fackel an Villingen-Schwenningen übergeben – zuvor wird sie aus Lörrach ein Stück mit der Pferdekutsche gebracht worden sein. Um 14.30 Uhr soll sie in feierlichem Rahmen von Oberbürgermeister Jürgen Roth auf dem Marktplatz in Villingen an die nächste Institution übergeben. Doch wozu soll dieses Spektakel überhaupt gut sein? Wir sprechen mit dem Team des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes des Fördervereins in Villingen-Schwenningen, der den Lauf nach Villingen-Schwenningen geholt hat.

Warum macht man das überhaupt?

Gewidmet ist der Kinder-Lebens-Lauf laut den Aktiven in Villingen-Schwenningen Familien mit einem „lebensverkürzend erkrankten Kind“. Er soll auf deren Bedürfnisse aufmerksam machen, aber auch die Werbetrommel rühren für die wichtige Arbeit der Kinderhospize, ambulanten Kinderhospizdienste, Vereine, Initiativen und Unterstützer. Denn die Zahlen sind erschreckend: Bundesweit geht es laut Bundesverband um 100.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die lebensverkürzend erkrankt sind.

Und auch die Doppelstadt ist keine Insel der Glückseligen: 2025 begleiteten die Helfer des Kinder- und Jugendhospizdienstes Villingen-Schwenningen mit Ines Flückiger als Koordinatorin  sieben Kinder, 2026 sind es schon über ein Dutzend „Abschied nehmende Kinder“.

Herzstück des Kinder-Lebens-Laufs ist die Engels-Fackel, die über mehrere Monate quer durch Deutschland und jetzt erstmals auch durch die Schweiz, Österreich und Luxemburg, getragen wird.

Wer läuft da mit?

Es sind ganz unterschiedliche Gruppen und Organisationen, die die Fackel tragen. Dazu gehören Kinderhospizeinrichtungen, ambulante Dienste, aber auch Sportvereine, Fahrrad- oder Motorradgruppen sowie Botschafter des Bundesverbands Kinderhospiz und Unterstützer aus Politik und Gesellschaft.

Beteiligen können sich aber auch alle anderen: Man kann die Fackel ein Stück weit begleiten oder eine Station unterwegs mitgestalten.

Was bringen die Läufer mit?

Die Engels-Fackel verdankt ihren Namen übrigens nicht, wie man meinen mag, vornehmlich der Tatsache, dass es um sterbende Kinder geht, die „zu Engeln“ werden. Namensgeberin ist stattdessen ein zwölfjähriges Mädchen mit dem Namen Angelina. Mit zwölf Jahren wurde bei ihr ein Gehirntumor diagnostiziert, 2013 verstarb sie. Ihr Vater entwarf danach einen Engel in Herzform, das Angel-Symbol, als Zeichen der Liebe und des Gedenkens. Seit 2018 wird dieses als Engels-Fackel beim Kinder-Lebens-Lauf weitergetragen.

Wo geht's lang?

Villingen-Schwenningen ist am 11. August nur eine Zwischenstation von vielen. Mit Start in Berlin und über insgesamt 130 Stationen wird die Fackel bis in den Europapark getragen. Start des Laufs ist am 16. April gewesen, das Finale nach über 7000 Kilometern soll am 10. Oktober in Rust sein. Bei der Zwischenstation in Villingen-Schwenningen  am Dienstag, 11. August, um 14.30 Uhr können sich Unterstützer auch für ein Stück des Wegs anschließen.

Und da geht's lang für Helfer zum Thema – wer Infos oder Anschluss sucht, kann sich an Ines Flückiger wenden, per Mail an die Adresse kinder@hospizverein-vs.de oder unter der Mobilfunknummer 0152/04 31 85 63.

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