Benefizkonzert von Rotary VS Mitte
: Heißer Soul für einen guten Zweck

Ein ausverkaufter Klosterhofsaal in VS mit heißem Soul am frostigen Abend beim Benefizkonzert des Rotary-Clubs VS-Mitte: Das Publikum war begeistert.
Von
Joachim Westendorf
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Foto-Finish auf der Bühne im Klosterhof in VS: die Freiburger Soul-Family mit Dirigent Joel da Silva (vorne mit Präsentkorb), dazu Thomas Schneckenburger und Präsidentin Liane Künstler von Rotary VS-Mitte.

Joachim Westendorf

Und schon früh am Abend herrschte drangvolle Enge im Foyer bei Getränken, Häppchen und Snacks mit vielen fröhlichen Gesichtern. Rotary VS-Mitte mit Präsidentin Liane Künstler, großem aktivem Team „and friends“ hatten zum Benefizkonzert eingeladen.

Das Publikum strömte herbei, darunter OB Jürgen Roth, Bürgermeister Detlev Bührer, der frühere Landrat Karl Heim und viele weitere Gäste. Die Kombination von Spendengala und bemerkenswert fetzigem Musikerlebnis erwies sich ein weiteres Mal als gelungener Volltreffer.

Vor gut drei Jahren schon konnte Rotarymitglied Thomas Schneckenburger erste Kontakte zur Freiburger Soul-Family mit ihrem Leiter, dem aus Brasilien stammenden Joel da Silva, knüpfen.

An Sternenkinder und Pro Kids

Präsidentin Liane Künstler warf ihre persönlichen Anliegen und Kontakten zu zwei förderwürdigen Vereinigungen in den Ring: So war dieser Abend der Unterstützung von Sternenkinder VS und der ProKids-Stiftung VS gewidmet. Deren beide Vorsitzende, Stefanie Tröndle und Joachim Spitz, informierten im Pressegespräch über ihre Anliegen und nun auch das langjährige Wirken.

Die Soul-Family begeistert als alters- und nationalitätsgemischter energiestrotzender Chor, der sich mit wöchentlichen Proben dem intensiven und immer in Bewegung befindlichem Singen beschäftigt. Soul als Ausdruck von Lebensfreude hat nord- und lateinamerikanische Wurzeln, bringt Gefühle, Sehnsüchte, Glauben und Emotionen zum Ausdruck, ist als eigene Musiktradition in den 1940-er-und 1950-er Jahren erst entstanden.

38 Sänger im Klosterhof

In Freiburg zählt der Chor derzeit 75 Mitglieder, die Klosterhofbühne war mit 38 Kehlen aber auch klangkräftig gefüllt. Joel da Silva, Sänger, Pianist und Komponist – und auch gelernter Sozialarbeiter – leitete mit viel sympathisch leichter Power vom Piano aus, dabei noch selbst singend und dirigierend, durch den schwungvollen Abend.

Mit sanftem Sound startet da Silva am Piano mit Sologesang, dann kommen glitzergewandete Damen und grau-weiß mit Sakko gekleidete Sänger langsam und festlich zum Auftritt. Sofort geht es klangkräftig, schwungvoll mit leichtem Groove und viel Inbrunst los.

Seit gut 15 Jahren zieht der Chor die Hörer in den Bann. Gleich beim nächsten „Halleluja“ wird das Publikum zum Schunkeln und Singen von den Stühlen gehoben – die Stimmung steigt. „Never for Me“, „You look at me“, „Falling in Love with You“ mit drei Solisten, die Nummern fallen übergangslos in Reihe, ein stilles Nachspiel kommt erst ganz spät. Bei „Country Road“ kann auch das Publikum wieder aktiv mitsingen, mitsummen, mitklatschen.

Die fröhliche Stimmung fliegt zwischen der Soul-Family auf der Bühne und dem Publikum hin und her.

Foto: Joachim Westendorf

Nach der Pause mit Häppchen und Getränken gibt’s den Programmeinstieg mit da Silva und dem 14-jährigen Henry beim Solo in „Mamma Mia“, der Chor kommt nun festlich-schwarz gekleidet, es groovt sofort weiter.

Dirigent da Silva berichtet kurz biografisch über seinen Werdegang, beeinflusst von musikalisch aktiven Eltern, auch über das Ankommen als Fremder in Deutschland.

Bei den nächsten Nummern steigt nochmals die Begeisterung der Hörer: Schließlich ist der Chor „zwei Minuten über der ausgemachten Zeit“ am Programmende, nein, nach 15 Nummern noch eine Zugabe „I don’t loose control“, fetzig, fröhlich, alles klatscht, swingt mit. Beste Stimmung für ein bestimmt schönes Spendenergebnis.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.