Arbeiten laufen in Brigachtal: Was im ehemaligen Heimatmuseum geplant ist

Am Gebäude Bondelstraße 25 wird auch in den Ferien gearbeitet (von links): Siyami Akyildiz, Patrick Lutz, Bernd Thiel, Michael Eichkorn, Rebecca Müller und Daniel Moisset.
Hella SchimkatAnlässlich eines Pressetermins am Gebäude war zu sehen: Hier wird trotz der Handwerkerferien voll gearbeitet.
Bauamtsleiter Patrick Lutz und Architekt Siyami Akyildiz hatten zur Baubesichtigung eingeladen. Mit dabei waren Michael Eichkorn von Elektro Eichkorn Brigachtal und Bernd Thiel von Thiel Holzbau. Sie alle erläuterten den Stand der Sanierungsmaßnahmen.
Der Anbau des ehemaligen Milchhäusles wurde zum größten Teil abgerissen. Ein kleiner Teil blieb noch erhalten, hier wird auch neuer Wohnraum entstehen, erklärte der Architekt.
Dringend notwendige Abdichtung
Begonnen habe man im Keller des Gebäudes mit der dringend notwendigen Abdichtung, erläuterte Patrick Lutz. Das Dach werde mit roten Ziegeln neu gedeckt, erklärte Bernd Thiel.
Zu den Umbaumaßnahmen gehört im Erdgeschoss – hier war das Heimatmuseum viele Jahre untergebracht – die Sanierung der bestehenden Räumlichkeiten für ein intensivpädagogisches Betreuungsangebot, so Lutz.
Weitere Wohnungen
Im Erdgeschoss wird eine vierte Wohneinheit entstehen, im Obergeschoss werden die drei bestehenden Wohnungen saniert und umstrukturiert. Im Dachgeschoss gibt es eine fünfte Wohneinheit.
Mit dem Ziel, die Ortsmitte des Ortsteils Überauchen zu beleben und neu zu ordnen, hatte die Gemeinde Brigachtal am 14. Februar 2017 einen städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb „Ortsmitte Überauchen“ ausgelobt.
Parallel zu den Sanierungsarbeiten des ehemaligen Heimatmuseums soll auch der dritte Bauabschnitt der Freiraumgestaltung im Frühsommer 2026 begonnen werden, erläuterte der Architekt.
Ehemaliges Schulhaus in den 1920er-Jahren gebaut
Das ehemalige Schulhaus, seit 1982 war es Museum und im Obergeschoss Wohnraum für Obdachlose, wurde um 1920 bis 1925 errichtet. Es handelte sich um einen traditionalistischen Bau im Sinne der Werkbundideen. Der Haupteingang hat ein Vorbaudach mit profiliertem Steingesims und wird von Säulenportikus eingerahmt. Die Eingangstür wird von Foyerfenstern rundbogig flankiert. Die übrigen Fenster sind rechteckig mit umlaufendem Gurtgesims. Im Foyer gibt es eine Kassettendecke und Terrazzofußboden.
Nach der Sommerpause werden die Gewerke Trockenbau, Estrich, Maler, Türen, Treppen vergeben. Lutz erklärte, dass die Gesamtbaukosten bei rund 3 783 000 Euro liegen, von der Förderung aus dem Landessanierungsprogramm erwarte man etwa 1 900 000 Euro, aus dem kommunalen Ausgleichsstock rund 250 000 Euro. Im Juli habe man mit den Maßnahmen begonnen, das Ende sei zum Sommer 2026 geplant, schloss Lutz.