Alarm bei Getränkehersteller: Wenn dem Bad Dürrheimer Mineralbrunnen die Flaschen fehlen

Bis zu eine Million Flaschen füllt der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen täglich ab. Um die hohe Produktion weiter sicherzustellen, ist der Getränkehersteller dringend auf die Rückgabe des Leerguts angewiesen.
Bad Dürrheimer Mineralbrunnen- Hitze treibt Nachfrage hoch, dem Bad Dürrheimer Mineralbrunnen fehlen Mehrwegflaschen.
- Produktion priorisiert Mineralwasser sowie Apfel- und Johannisbeerschorle – Süßgetränke gedrosselt.
- Abfüllung auf drei Schichten erweitert, Mitarbeitende arbeiten auch nachts und am Samstag.
- Unternehmen bittet um schnelle Rückgabe von Kisten und Flaschen, Glas und Pet werden benötigt.
- Kurze Transportwege in der Region helfen, dennoch wirkt sich fehlendes Leergut auf die Produktion aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen schlägt Alarm: Angesichts der Hitze gehen dem Unternehmen die Flaschen aus. Der Getränkehersteller sei froh über jede Kiste und jede Flasche, die Kunden über das Pfandsystem zurückbringen und so die Produktion sicherstellen, erklärt Geschäftsführer Alexander Ruf.
Bei den hohen Temperaturen sind natürlich zunehmend Durstlöscher gefragt, gerade Mineralwasser oder auch Fruchtsaftschorlen finden reißenden Absatz. Da decke sich die Mehrheit wohl gleich mit einem ganzen Vorrat ein, kaufe die doppelte oder dreifache Menge als sonst und gebe dann nicht einzelne leere Kisten ab, sondern warte, bis alle Getränke aufgebraucht seien, beschreibt Ruf die derzeitige Situation.
Und genau dieses Leergut fehle an allen Ecken und Enden in der täglichen Produktion, auf die sich der Engpass bereits ausgewirkt habe: Bei Süßgetränken habe das Unternehmen die Abfüllung bereits heruntergefahren oder gar vorübergehend eingestellt. „Bei Produkten wie Grapefruit-Limonade verzichten wir derzeit auf die Abfüllung oder setzen auf Kleinstchargen“, betont Ruf. Sei es doch das Ziel, in solchen Hitzephasen, in denen alle mehr trinken, die Versorgung weiter gewährleisten zu können. Absolute Priorität genieße die Produktion von Mineralwasser, zudem von Apfel- und Johannesbeersaftschorle, die Spitzenreiter bei den Erfrischungsgetränken seien.
Abfüllanlage auch am Samstag in Betrieb
Überhaupt habe der Mineralbrunnen auf den erhöhten Bedarf reagiert und die Abfüllung von zwei auf drei Schichten erhöht, so ließe sich die maximale Füllleistung der Anlage nutzen. Und die Mitarbeiter seien nicht nur in der Nacht, sondern auch am Samstag im Einsatz, um mit der Produktion nachzukommen. „Alle sind seit Wochen gefordert“, stellt der Geschäftsführer fest, „das ist eine tolle Leistung der ganzen Belegschaft“.

Von Bad Dürrheim aus beliefert der Mineralbrunnen die Getränke- und Supermärkte in der Region mit Erfrischungsgetränken.
Bad Dürrheimer MineralbrunnenBis zu einer Million Flaschen könnten an einem Tag übers Förderband laufen und im Verkauf landen – wenn genügend Gefäße zur Verfügung stehen. Denn um weiter auf dem hohen Niveau produzieren zu können, sei der Mineralbrunnen auf ein funktionierendes Mehrwegsystem angewiesen, unterstreicht Ruf. Er appelliert an die Kunden, das Leergut kontinuierlich zurückzugeben, ob Kisten mit Glasflaschen oder Pet-Behältern, „wir brauchen alles“.
Kurze Transportwege und regionaler Kreislauf zahlen sich aus
Ein Vorteil gegenüber anderen Herstellern sei für den Mineralbrunnen, dass er in der Region verwurzelt ist und das Pfandgut von den Getränkehändlern und Supermärkten aus der Umgebung schnell wieder nach Bad Dürrheim kommt und für die Produktion zur Verfügung steht. Die kurzen Transportwege und der regionale Kreislauf würden für die Firmenphilosophie ohnehin eine wichtige Rolle spielen. Das zahle sich auch bei der Hitzewelle aus.
Diese Zeiten seien eine besondere Herausforderung, gibt Ruf zu. Aber der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen sei trotz des knappen Leerguts für heiße Wochen gewappnet, versichert er, für eine kühlende Erfrischung sei weiter gesorgt.

