Abschlussfeier an der Gewerbeschule VS: Warum die Prüfungen viel Arbeit machen

Die Prüfungsbesten Matthias Bantle, Jonas Weh, Elias Schüle und Manuel Gundelsweiler mit Schulleiter Svjetlan Magazinovic (von links).
Gewerbeschule VSDie Kernschulart der Gewerbeschule Villingen-Schwenningen, die Berufsschule, hat wieder einen Jahrgang der dreijährigen Ausbildungsberufe mit der Überreichung der Zeugnisse ins Berufsleben verabschiedet.
158 Berufsschüler haben sich mit ihren Eltern, Ausbildern und Freunden bei dieser stimmungsvollen Zeremonie von Schulleiter Svjetlan Magazinovic und seinem Vize Ingo Friedrich nicht nur loben, sondern auch ins Gewissen reden lassen.
Erfolg hat viele Väter
Denn zum Erfolg trugen Lehrer an der Gewerbeschule und die Ausbilder in den Firmen und Handwerksbetrieben bei. Die erste Charakterprobe sei bestanden – mit noch mehr Disziplin sei man in Pandemiezeiten in die Lehre gestartet und habe auch unter solch erschwerten Bedingungen gut durchgehalten.
Der stellvertretende Schulleiter Friedrich hob die Hintergrundarbeit der Schule und der Lehrer bei der Prüfung selbst ans Tageslicht, um den Zuhörern in der mit rund 300 Menschen gefüllten Neckarhalle die Dimensionen der Abschlussprüfung der Berufsschule zu verdeutlichen.
300 Personen in der Neckarhalle
Dieses Mal wurde 158 Prüflingen in 14 Ausbildungsberufen und 21 Klassen das Berufswissen abgefragt sowie ihnen Prüfungen in Deutsch, Gemeinschaftskunde sowie Wirtschaftskompetenz abgenommen. Regulär macht das fünf Prüfungen pro Lehrling, verteilt auf drei Tage und die zwei Schulstandorte Villingen und Schwenningen. 47 Lehrkräfte haben aufgrund von Erst- und Zweitkorrektur jeder Arbeit insgesamt 1580 Prüfungsarbeiten korrigiert. Selbst wer solchem Zahlenwerk nicht viel abgewinnen könne, müsse doch die schiere Leistung der Schule anerkennen.
1580 Arbeiten korrigiert
Ihren Höhepunkt fand die Zeremonie in der Auszeichnung der Belobigten durch die Klassenlehrer und der Preisträger durch die Schulleitung. 34 mal wurde durch die Klassenlehrer ein Lob ausgesprochen, was einen Zeugnisdurchschnitt von 2,0 oder besser und nicht mehr als einmal die Note „befriedigend“ voraussetzt. 37 mal sogar wurde ein Preis zuerkannt, was einen Zeugnisdurchschnitt von 1,5 oder besser bedeutet.
Die Hälfte der angetretenen Prüflinge ist also ausgezeichnet worden, und weitere vier Prüflinge haben über alle Klassen hinweg Bestleistungen gezeigt, die mit dem Preis des Fördervereins für die Prüfungsbesten einhergingen. Der Preis des Fördervereins der Gewerbeschule ist mit 200 Euro dotiert, die von der Preisjury auf die vier Prüfungsbesten mit jeweils der Note 1,1 aufgeteilt wurden.
Note 1,1
Von den vier Geehrten, Matthias Bantle (Industriemechaniker/ Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH in Schramberg), Manuel Gundelsweiler (Mechatroniker/ IMS Gear SE & Co. KGaA in Donaueschingen), Elias Schüle (Elektroniker für Geräte und Systeme/ Marquardt GmbH in Rietheim-Weilheim) und Jonas Weh (Elektroniker für Geräte und Systeme/ Continental Automotive GmbH in Villingen) haben alle Abitur, und drei sind zugleich Studierende an der Hochschule in Furtwangen (HFU), die zeitgleich mit ihrem Studium Maschinenbau und Mechatronik, Elektrotechnik in Anwendungen, Mechatronik und digitale Produktion oder Angewandte Materialwissenschaften eine Lehre absolviert und die Berufsschulabschlussprüfung vorgezogen abgelegt haben.
Seit 2004 existiert die Kooperation „Studium plus“ zwischen Gewerbeschule, HFU und Firmen der Region.