50 Jahre Luftrettung in VS: Das kann der Rettungshubschrauber

Der Rettungshubschrauber Christoph 11 der DRF Luftrettung mit Besatzung und Besuchern der Präsentation in Villingen.
Heinz WittmannDie Luftrettungstation Villingen-Schwenningen der DRK Rettungsdienst Schwarzwald-Baar GmbH feierte 50. Geburtstag.
Gemeinsam mit der DRF Luftrettung lud sie am Samstag zu einem Präsentationstag um die Neue Tonhalle in Villingen ein. Vor allem viele Familien kamen zum Infotag und ließen sich die Vorführungen nicht entgehen.
Seit 50 Jahren ist der Hubschrauber mit dem Funkrufnamen Christoph 11 in VS im Einsatz. Die Anfänge waren beim Krankenhaus in Schwenningen, seit 2013 ist der Helikopter beim Schwarzwald-Baar-Klinikum im Zentralbereich von VS stationiert.
Genau inspiziert
Besucherinnen und Besucher konnten den Airbus H 145 genau inspizieren. Die Finessen ließen bei technisch interessierten die Herzen höher schlagen. So kann der Hubschrauber Rettungen mit einer Seillänge bis zu 90 Meter durchführen. Ob Autounfall, Herzinfarkt ober Schlaganfall – Christoph 11 ist optimal und für alles ausgerüstet.
„Betäubung, Beatmung, intubieren, das ist alles möglich“, sagte Stefanie Kapp, DRF-Pressesprecherin unserer Redaktion. Der Pilot sitzt im Helikopter rechts, links daneben ist der Notfallsanitäter und hinten sitzt der Arzt.
Und nachts?
Nachts wird der Hubschrauber mit zwei Piloten geflogen. „Wir sind der einzige Rettungshubschrauber in Baden-Württemberg, der rund um die Uhr im Einsatz ist“, so Kapp. Für die Nacht ist der Hubschrauber mit extra starken Scheinwerfern ausgerüstet. „Die Piloten fliegen mit Nachtsichtbrillen, wie im militärischen Bereich“, so die Pressesprecherin.
Von VS werden Notfälle in einem Umkreis von etwa 60 Kilometern angeflogen. Kapp: „Das entspricht dann der Flugzeit von 15 Minuten.“ In welche Klinik der Patient geflogen wird, entscheidet der Arzt dann vor Ort.

Auch die Rettungshundestaffel des DRK bot eine Vorführung.
Foto: Heinz Wittmann„Für den heutigen Aktionstag war uns wichtig, dass sich alle Hilfsdienste hier präsentieren können, es geht Hand in Hand, so wie in der Praxis auch“, erklärte Kapp.
Viele Hilfsdienste dabei
Die Polizei sperrt beispielsweise bei einem Unfall ab, die Feuerwehr befreit Personen oder löscht.
Die Feuerwehr zeigte dann auch eine Löschübung. Auch die Rettungshundestaffel des DRK war im Einsatz. Die Vierbeiner stellten dabei unter Beweis, dass vermisste Personen anhand von Gegenständen aufgespürt und so gerettet werden können. Vor allem die vielen Kinder waren beeindruckt.
Auch die Bergwacht präsentierte sich mit einer Übung. Bundespolizei und auch Bundeswehr waren ebenfalls mit Helikoptern, die besichtigt werden durften, vertreten. Für die jungen Besucher gab außerdem eine Hüpfburg und Kinderschminken.