„Weiberabend“ in St. Georgen
: Mal charmantes, mal derbes Kabarett

Teils Schlüpfriges, von Musik umrahmtes Kabarett begeisterte Gäste im Theater im Deutschen Haus in St. Georgen.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Mit zum Teil schlüpfrigem Kabarett begeistern Claudia Schuma und Irene Weber im Theater im Deutschen Haus.

Stephan Hübner

Beim Kabarett „Weiberabend“ von „Die Puderdose“ beleuchteten die Freundinnen Claudia Schuma und Irene Weber scharfzüngig Eigenheiten von Frauen und Männern.

Die etwas fülligere Schuma beschrieb zu Beginn selbstironisch, wie ihr Gatte auf den Versuch reagierte, ihn im Leopoardenoutfit zu betören, was diesem zufolge doch eher ein stromlinienförmiges Tier sei. Das von ihm vorgeschlagene Rosa interpretierte Weber charmant als Flamingo.

Für Lacher sorgte die Beobachtung, dass Männer Kleidungsstücke länger als Frauen tragen, der Unterschied der Geschlechter sei, dass es bei Frauen gut dufte, wenn die Aufforderung komme, mal zu riechen.

Rat eines Paartherapeuten

Nicht ganz einfach umzusetzen war der Rat eines Paartherapeuten, immer positives Feedback zu geben. Das Resultat war zum Beispiel der Satz „wie melodisch du stöhnst, wenn du die Socken anziehst“.

Für viele Lacher sorgte ein schmachtendes Liebeslied darüber, seine Liebe bei Tchibo zu treffen, zwischen Krümelstaubsauger und Sport-BH die eigene Libido zu spüren. Den Versuch Webers, an einer Straßenlaterne erotisches Poledancing zu betreiben beschrieb ihr Gatte als „Döner-Fitness – billiges Fleisch am Spieß“.

Verträumt, dafür mit eindeutig-zweideutigen Texten kam ein Liebeslied daher, dass von gewissen elektronischen Geräten handelte, die im ungünstigsten Moment mangels Batterieladung den Dienst versagen. Nichts abgewinnen konnten die Damen Sextipps für Langzeitpaare, zum Beispiel gemeinsames Duschen. Das laufe darauf hinaus, dass einer dusche, der andere friere.

Gehirn mit dem Mantel an der Garderobe abgeben

Für Lachsalven beim überwiegend weiblichen Publikum sorgte die Beobachtung vermeintlich vernünftiger Frauen, die beim Besuch einer Men-Strip-Show „ihr Gehirn mit dem Mantel an der Garderobe abgeben“.

Den Geschlechtsgenossinnen rieten sie, sich nicht so viele Gedanken darüber zu machen, ob sie ihren Männern gefallen, und verdeutlichten das anhand gewisser vom Mann erwünschter Verrenkungen beim Sex, welche die Frau aussehen lassen wie Reiner Calmund mit Vierfach-Kinn und „zwei Dingern, die im besten Fall aussehen wie zerdrückte Quarktaschen“. Sie rieten stattdessen zu mehreren Diäten gleichzeitig, da man von einer allein nicht satt werde und offenbarten ihr Interesse an Tierdokus, insbesondere zu Oktopoden, die über einen ablösbaren Penisarm verfügen. Beim Menschen müsse der dranhängende Mann dagegen immer mit.

Der mal charmant, mal derb und sehr musikalisch präsentierte Humor kam bei den Gästen gut an, weshalb es am Schluss lautstarken Applaus gab.

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