Wassergebühren steigen moderat
: Schönwald legt Kalkulation für 2026 vor

Die Gemeinde Schönwald hat die Wasser- und Abwassergebühren für 2026 kalkuliert. Die Grund- und Verbrauchsgebühren steigen erneut moderat.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
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Das Wasser wird in Schönwald ab kommendem Jahr wieder etwas teurer. (Symbolfoto)

Hans-Jürgen Kommert

„Wir werden es künftig machen wie nahezu alle Gemeinden in Baden-Württemberg: Wir kalkulieren zum Jahresende die Gebühren für das Folgejahr“, hatte im vergangenen Jahr Schönwalds Finanzleiter Harald Hafner zum Thema Wasser- und Abwassergebühren erklärt.

Wesentlich früher als im vergangenen Jahr legte der Kämmerer nun die Kalkulation für 2026 vor – was einer Systemumstellung geschuldet sei – daher erfolgte auch schon sehr früh die Ablesung der Zählerstände. Keine Sorge – es werde hochgerechnet nach Durchschnittsverbrauch, meinte er dazu. Daher werde es keine riesigen Abweichungen geben.

Weiterhin müssten laut Hafner durch die Änderung der Abrechnungssoftware auch die Termine für die Abschläge angepasst werden. Nachdem bisher die zweimonatigen Abschläge jeweils zum 1. März, 1. Mai, 1.Juli, 1. September und 1. November, also fünf Termine als regelmäßige Abschläge, dazu ein sechster Abschlag zusammen mit der Schlussabrechnung Mitte Februar erhoben wurden, sollen nun die Abschläge in sechs regelmäßigen Terminen im Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember jeweils zum 1. des jeweiligen Monats erhoben werden.

Zum Beginn des Folgejahres wird dann lediglich noch die Schlussabrechnung für das vergangene Jahr durchgeführt.

Satzung wird angepasst

Nun also legte der Finanzchef der Gemeinde die Kalkulation der Wasser- und Abwassergebühren nach dem vorausschauendem Modell vor. Dabei zeigt sich, dass die Grundgebühr je Wohneinheit und Monat von 7,51 auf dann 7,65 Euro steigen wird, die Verbrauchsgebühr klettert von 2,71 auf 2,87 Euro je 1000 Liter Wasserverbrauch. Dazu gibt es einige „Spezialitäten“ wie Bauwasser mit oder ohne Wasserzähler, die nicht unbedingt relevant sind. Die Gebühren werden laut Hafner bei gleichbleibend sinkender Wasserabnahme weiter steigen.

Weiterhin musste auch die Satzung angepasst werden. Neben den neuen Gebühren wurden dabei die Vorgaben der Preisangabenverordnung mit eingepflegt. Diese sähen eine Angabe des Preises mit Netto- und Bruttobetrag vor. „Gemäß der Vorgaben ist der Bruttobetrag mit vier Nachkommastellen anzugeben“, erklärte Hafner mit einem Grinsen.

Auch beim Abwasser steigen die Gebühren, allerdings bis auf die Grundgebühr eher moderat. Diese steigt von 4,02 auf 4,38 Euro je Wohneinheit. Die Verbrauchsgebühren erhöhen sich um zwei Cent je Kubikmeter auf 2,49 Euro. Dazu kommt auch die Niederschlagsgebühr, die je Quadratmeter versiegelter Fläche berechnet wird. Diese allerdings verbleibt auf 57 Cent je Quadratmeter.

Moderater Anstieg

Dirk Fehrenbach (BLS) befand, dass Kostensteigerungen zwar stets schlecht aussähen, doch könne er sich mit dem moderaten Anstieg abfinden – da spielten auch hohe Tarifabschlüsse eine Rolle. Hans-Peter Schwer (BLS) fragte an, ob die Kosten des Wasserbezugs aus Furtwangen nicht eingerechnet seien. Das seien 12 000 Euro gewesen und sie „versteckten“ sich als Bewirtschaftungskosten, klärte Hafner auf.

„Wie stehen wir im Vergleich mit anderen Kommunen da?“, fragte Bürgermeister Christian Wörpel eher rhetorisch und gab auch gleich die Antwort – man brauche sich keineswegs zu verstecken.

Beide Satzungen wurden ohne Gegenstimmen verabschiedet.

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