Wälderbuebe begeistern
: Konzert in Furtwangen bietet eine große Vielfalt

Das Jahreskonzert der Wälderbuebe Furtwangen-Linach mit dem Musikverein Katzensteig bot ein umfangreiches Programm.
Von
Siegfried Kouba
Oberndorf
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Seit vielen Jahren führt Oliver Albrecht den Harmonikaverein Wälderbuebe Linach und sorgt für musikalische Qualität. Hier ist er (vorn) mit seinen Musikern zusehen.

Siegfried Kouba

Ihr Jahreskonzert gaben die Linacher „Wälderbuebe“, sie hatten den Musikverein Katzensteig zu Gast. Erstaunlich gut besucht war die Veranstaltung in der Festhalle von einem begeisterten Publikum. Gleich vier Gruppierungen boten ein bunt schillerndes Programm.

Vielfalt war angesagt – auch durch die Moderatoren Leoni, Linus und Jule Dorer vom Harmonikaverein und die Vorsitzende Sonja Dold der Katzensteiger.

Bei seiner Begrüßung wies Vorsitzender Ferdinand Kreuz augenzwinkernd auf die musikalische Verbindung und die Wasserquellen im Katzensteig und dem Linachtal hin. Unter Leitung von Oliver Albrecht eröffnete die Harmonikajugend mit Hits der 60er-Jahre den Abend.

Gekonnt erklangen das ruhige „A groovy kind of love“ und das hitzig-poppige „Born to be wild“. Die Zugabe erinnerte an „Swanee River“. Das „Ensemble“ mit den Akkordeonisten Martin Dorer, Kathrin Kern, Veronika Hofmann, Walter Straub und Klaus Dorer wurde durch den Schlagzeuger Christoph Föhrenbach ergänzt. Es bot virtuos die dreisätzige Suite „Hegaubilder“ von Hermann Ambrosius, der im Dritten Reich hoch geschätzt war.

Eingängige Impressionen

An klassischen Mustern orientiert, wurden eingängige Impressionen geboten. In das Fach „Tango Nuevo“ wurde mit Astor Piazzollas „Violentango“ gewechselt, und die Zugabe„Sweet Georgia Brown“ gelang zur tanzbaren Nummer.

Ein „echter Tango“ mit französischer Färbung erklang vom großen Orchester der Wälderbuebe mit „Choco Flanel“, und zwei Musikrichtungen wurden mit „Air and Tune“ vorgestellt.

Ehrungen für langjährige Treue zu den Wälderbueben gibt es durch den Vorsitzenden Ferdinand Kreuz (Mitte). Das Foto zeigt Ulrike Löhle (von links), Sylvia Eschle, den Vorsitzenden, Veronika Hofmann, Andrea Löhle und Kathrin Kern.

Foto: Siegfried Kouba

Oliver Albrecht hatte Abwechslung gefordert, die mit dem stark rhythmisierten „Je veux“, dem kantabel-verträumten „She’s the one“, dem kraftvollen-rockigen „Castle of glass“ und der traditionell-böhmischen Polka „Wir Musikanten“ geboten. „Downtown“ und „Ein halbes Jahrhundert“ dienten als Zugaben.

Katzensteiger Bläser

Mit voller Dramatik des Medleys „The Phantom of the Opera“ stiegen die verjüngten Katzensteiger Bläser unter Dirigent Sven Tolksdorf ein. Unterhaltsam kam „So schön ist Blasmusik“ daher. Heiße lateinamerikanische Klänge gab es mit „Copacabana“. Eine Besonderheit war die „Schwarzwälder Geburtstagpolka“, die das Mitglied Thomas Dold seinem Vater, dem Tubaisten Siegmund Dold, widmete.

Einen Song von Tagträumen gab es mit „Azzurro“ und mit dem Marsch „Füreinander da“ ging es in die Schlussrunde, die mit drei Zugaben beendet wurde, darunter der Walzer „Im botanischen Garten“.

Ehrungen

Damenquintett
Das Konzert war Plattform zur Ehrung eines Damenquintetts, das 1983 zur Harmonikamusik fand und erste Ausbildung bei Anita Trenkle oder Hermann Dotter erhielt. Veronika Hofmann war Beitragskassiererin, Jugendleiterin, Musikausschussvorsitzende und Ausbilderin. Sie wurde jetzt Ehrenmitglied. Wie sie erhielten Sylvia Eschle, Andreas und Ulrike Löhle sowie Kathrin Kern alle möglichen Ehrungen vom Verein und Deutschem Harmonikaverband (DHV). Eschle war Jugendleiterin und Vorsitzende. Andrea Löhle ist Beitragskassiererin und Ulrike Löhle war Beitragskassiererin und Schriftführerin. Kathrin Kern tat sich im Orchester und im „Ensemble“ hervor, war Kassenverwalterin, ist stellvertretende Vorsitzende und unermüdliche Helferin. Alle vier erhielten die silberne DHV-Verdienstnadel.

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