Vortrag in Königsfeld: So kann man sich vor Betrug schützen

Über den Enkeltrick und andere Betrugsmaschen wurde bei einem Treffen der Altersmannschaft der Feuerwehr informiert. (Symbolbild)
© motortion – stock.adobe.comDie Mitglieder der Altersmannschaften in den Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehren erhielten wertvolle Tipps zum Verhalten bei Enkeltricks.
Werner Obergfell, der Obmann der Alterswehren, konnte rund 50 Teilnehmer im Gasthaus Kreuz begrüßen. Ganz besonders freute er sich, dass mit Stefan Marquardt von der Polizei ein kompetenter Referent vor Ort war. Für ihn steht die Aussage „Sicher leben – dass es auch so bleibt“ an vorderster Stelle.
Anhand von Beispielen ging er auf verschiedene Formen von Betrugsfällen ein. Vorsicht ist bei allen geboten. So sind beim „Haustürgeschäft“ in der Regel zwei Täter vor Ort. Einer verstrickt den Bewohner in ein Gespräch und versucht, in ein Zimmer innerhalb zu gelangen. Der zweite durchsucht dann den Rest der Wohnung.
Notlage wird vorgetäuscht
Eine derzeit erfolgreiche Masche ist ein Anruf. Hier wird eine Notlage vorgetäuscht, in der der vermeintliche Enkel anruft. Dies Vorgehensweise geschieht meistens nach dem gleichen Muster. Hier wird sehr dreist vorgegangen, wie Stefan Marquardt an einem Bespiel aufzeigte.
Ein besonders tragischer Fall wird hier aus dem Bereich Bodensee vermeldet. Dort hat eine Frau Geld und Wertgegenstände im Wert von einer halben Million Euro verloren.
Logisches Denken setzt aus
Bei Schockanrufen werden die Angerufenen permanent unter Druck gesetzt. So setzt letztendlich logisches Denken aus, weil ja etwas Schlimmes passiert sei. Auch per WhatsApp wird versucht, den Personen Geld und Wertgegenstände abzuluchsen. Eine Frau fuhr von Tuttlingen in den Kreis Rottweil, um persönlich Wertgegenstände auf einem Parkplatz zu übergeben.
Falsche Polizisten
Falsche Polizisten sind auch immer wieder zu verzeichnen. Hier ist die Masche vom Einbruch in der Nachbarschaft gerade in. So wird den Betroffenen vermittelt, dass auf einem gefundenen Zettel ihr Name stehe. Um vor Schaden bewahrt zu bleiben, solle alles Geld in einer Tasche vor die Tür gelegt werden und die Polizei hole es dann ab.
Vermeintlicher Gewinn
Die Liste der Betrugsmaschen umfasst auch vermeintliche Gewinnversprechen. Hier muss erst eine Leistung erbracht werden, bevor der Gewinn zum Tragen kommt. Auf diesen wartet man dann vergebens.

Der Obmann Altersmannschaft in der Gesamtwehr, Werner Obergfell, (rechts) dankt Stefan Marquardt für seinen sehr aufschlussreichen Vortrag.
Foto: Karlheinz HoffmannMahnschreiben von Inkassobetrieben gibt es auch. Hier soll unbedingt Anzeige erstattet werden, da meist Leistungen im Namen des Empfängers der Schreiben wie etwa Bestellung von Waren vorliegen.
Polizist Stefan Marquardt verdeutlichte eindringlich, dass generell Aussagen über Vermögenswerte gegenüber Fremden nicht zu leisten sind. Vermeintliche Anrufe der Polizei zielen in die gleiche Richtung.
Beim Enkeltrick ist Vorsicht geboten. Hier gilt es aufzulegen und zu versuchen, den Enkel anzurufen. So stellt sich in der Regel heraus, dass ein Betrugsversuch vorlag.
Schutz vor Einbrüchen
Stefan Marquardt wirkt auch als Einbruchsschutzbeauftragter. Bei ihm kann kostenlos Rat für die eigenen vier Wände geholt werden.