Theresa Schopper in Neukirch
: Mit der Kultusministerin am Tisch – Bildung, Ehrenamt und Politik im Fokus

Kultusministerin Theresa Schopper war in Neukirch zu Gast, um sich mit Vereinen, Schulen und Ehrenamtlichen auszutauschen.
Von
Andreas Trenkle
Oberndorf
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Zum Vereinsdialog von Vereinen, Schule und Politik kam die Kultusministerin Theresa Schopper (zweite Reihe, Zweite von links) nach Neukirch. Rechts daneben ist die Landtagsabgeordnete Martina Braun und vorne rechts die Organisatorin Christine Dorer.

Andreas Trenkle

Die Kultusministerin von Baden-Württemberg Theresa Schopper war zu Gast bei einem Vereinsdialog im Sporthaus in Neukirch. Eingeladen in ihren Wahlkreis hatte ihre Grünen-Parteikollegin und hiesige Landtagsabgeordnete Martina Braun. Beeindruckend war, wie die Ministerin mit am Tisch saß, so, als hätte sie schon immer dazugehört.

Eingeladen nach Neukirch hatte die in Neukirch aufgewachsene und dort wohnende Christine Dorer. Sie ist Vorsitzende der Badischen Sportjugend, war im Leistungssport als mehrjährige Bundesligaspielerin des SC Freiburg aktiv und hat drei Kinder.

So konnte sie optimal die Gruppen wie Schule und Vereine mit der Ministerin zusammenbringen. Sie hatte sich hierfür hervorragend vorbereitet um über Politik, Schule und Ehrenamt zu diskutieren.

Gerade in Bezug auf Neukirch konnte Dorer von zwei Gewinnern des Wettbewerbs „Vorbilder des Jahres“ berichten. 2023 gewann Luca Seng und 2024 Kerstin Waldvogel. Als Schirmherrin des Wettbewerbs lobte Theresa Schopper das große Engagement des Ehrenamtes. Martina Braun nannte es „Gemeinwohlleistung“.

Von Vereinsseite waren von den Sportfreunde-Fußballern Dirk Hofmeier (Neukirch) und Sascha Duffner (Schönenbach) dabei. So sind beide Vereine ähnlich aufgestellt und haben ein eigenes Sportgelände und Sporthaus. Als eine große Belastung für die Vereine empfand Hofmeier die große Bürokratielast für die Ehrenamtlichen.

Integration von Migranten

Für den Turnverein Furtwangen und insbesondere den Volleyball sprach Barbara Ploetz. Sie erläuterte, wie wichtig die Vereinsarbeit für die Integration von Migranten sei. So mache sie beispielsweise das Training teils zweisprachig. Integration sei auch beim Kraftsportklub ein großes Thema, wie Trainer und Vorsitzender Tobias Haaga informierte.

Von der Skizunft Brend berichtete Matthias Dorer, dass neben dem sportlichen Bereich der Verein sich auch um das Loipenzentrum Martinskapelle kümmert. In anderen Orten würden das die Gemeinden machen.

Anja Siedle vom Sportverband der Stadt berichtete vom Sanierungsstau bei den Sporthallen. Zwar würden 75 Prozent bezuschusst, aber 25 Prozent muss die Stadt aufbringen. Und das bei einer so prekären Haushaltslage.

Mit bei der Runde waren auch die Schulleiterinnen Tatjana Goschkowski (OHG), Cornelia Jauch (Friedrichschule) und Andrea Weiß (Grundschule Neukirch). Martina Fleig von der Anne-Frank-Schule bemängelte, dass fast kein Schwimmunterricht möglich sei. Fast eine halbe Stunde dauert die Fahrt bis zum nächsten Hallenbad. Und im örtlichen Schwimmbad sei auch kein Lehrschwimmbecken vorhanden und auch kein Schwimmunterricht möglich.

Mehr Zusammenarbeit

Bürgermeister Florian Merz merkte an, dass Investitionen nicht das Hauptproblem seien. Eher der Betrieb und Unterhalt, den sich die Kommunen fast nicht mehr leisten könnten. Zwar gebe es für die Kommunen Geld aus dem „Sondervermögen“, welches Martina Braun als „Sonderschulden“ bezeichnete, aber die Gemeinden müssen dann trotzdem noch ein Drittel bezahlen.

Künftig wollen die Schulen, vor allem die Ganztagsschulen, verstärkt mit den Vereinen zusammenarbeiten. Es stellte sich in der Diskussion jedoch auch heraus, dass es nicht einfach sei. Vereinsübungsleiter würden nachmittags noch arbeiten und eine Erzieherausbildung sei auch immer öfters gewünscht.

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