St. Georgen: Bürgerwehr kauft Sängerhalle

Gunnar Fichter (links) und Matthias Aberle freuen sich über den Kauf der Sängerhalle durch die Bürgerwehr. Foto: Hübner
Schwarzwälder-BoteVon Stephan Hübner
St. Georgen-Peterzell. Die Närrische Bürgerwehr hat die um das Jahr 1928 gebaute Sängerhalle von der Stadt erworben. Bereits seit Januar habe der Vorstand sich mit diesem Vorhaben beschäftigt, so der Vereinsvorsitzende Matthias Aberle. Parallel zu den Gesprächen mit der Stadtverwaltung wurden alle Ortschaftsräte und Fraktionsvorsitzenden informiert. Zum Kaufpreis schweigen sich die beiden aus. Es sei aber keinesfalls nur ein symbolischer Preis gewesen, versichern Aberle und sein Stellvertreter Gunnar Fichter. Finanziert wurde der Kauf zum Teil über Eigenkapital und teils über zinslose Kredite von ein paar Gönnern.
Zudem sollen künftige Festivitäten oder Sonderaktionen zur Finanzierung beitragen, worüber die Mitglieder ebenfalls im Voraus informiert wurden. Alle stünden geschlossen hinter dem Vorhaben, versichern Aberle und Fichter. Derzeit hat der Verein etwa 75 Aktive und 70 Passive Mitglieder.
Bereits seit 1984 pachtete die Bürgerwehr das Gebäude an der Mühlbachstraße. Eine der Verpflichtungen dabei war, alles in Schuss zu halten. Das habe der Verein mit verschiedenen Renovierungen auch immer wieder getan, versichern die beiden. Größere Projekte dabei waren zum Beispiel eine Heizungssanierung oder die Erneuerung der Dachrinnen. "Aber man steckt halt keine Tausende von Euros rein, wenn es nicht das Eigene ist", so Aberle.
Anstehende Sanierungen, in die auch wieder Geld investiert werden muss, sind einer der Gründe, warum der Verein sich zum Kauf entschloss. Auch sollte die Sängerhalle für Peterzell und den Verein erhalten bleiben. Abgerissen werde nichts. "Renovieren, modernisieren und aufwerten" lautet die Devise. Geplant ist beispielsweise das Abstützen des Küchentrakts, der sich etwas gesenkt hat. Wenn das Wetter mitspielt, soll noch in diesem Jahr das ein oder andere in die Hand genommen werden.