Sanierungsgebiet in Königsfeld: So will die Gemeinde den südlichen Ortskern aufwerten

Das Eckgebäude Hermann-Voland-/Rathausstraße soll mit ins Sanierungsgebiet aufgenommen werden.
Stephan HübnerLaut Bürgermeister Fritz Link ist die Gesamtmaßnahme mit Kosten von 7,85 Millionen Euro veranschlagt, bei der Gemeinde verbleiben dank Bundes- und Landeszuschüssen 3,12 Millionen Euro.
Laut Martina Steireif von der mit der Untersuchung beauftragten LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH sind die Mittel bis 2034 verfügbar, eine Verlängerung möglich.
Ziele sind die Modernisierung von Gebäuden besonders bezüglich energetischer Maßnahmen, die Schaffung von Wohnraum durch An- und Umbauten oder Nachnutzung mit Schwerpunkt auf altersgerechtem und barrierefreiem Wohnen sowie die Fortführung des kurörtlichen Charakters im öffentlichen Raum.
Einzelhandel besser an den Ortskern anbinden
Dazu kommen die Stärkung der von Norden nach Süden verlaufenden Fuß- und Radwegeverbindung, Klimaschutz und -anpassung, die Anbindung des Einzelhandelsstandorts bei der L 177 an den Ortskern und die Aufwertung der schulischen Sport- zur Mehrzweckhalle.
Wichtig ist die Beseitigung städtebaulicher Missstände und die Bereitschaft von Eigentümern zur Beteiligung an Maßnahmen zu erörtern.
Anregungen aus dem Technischen Ausschuss
Eingearbeitet in die Gebietsabgrenzung wurden Anregungen aus dem Technischen Ausschuss zur Aufnahme von Teilen der nördlichen Friedrichstraße, der Häuser Just und Jacky sowie der Stellwaldstraße.
Laut Link beantragten auch die Eigentümer des Eckgebäudes Hermann-Voland-/Rathausstraße eine Aufnahme. Dort bestehe kein unmittelbarer Sanierungsbedarf aber ein städtebaulicher Zusammenhang. Birgit Fiehn plädierte dafür, da so der Kreuzungsbereich abgeschlossen sei. Möller argumentierte, dass auch der frühere Friseur dazukommen sollte.
Änderungen sind später noch möglich
Link wies darauf hin, dass verschiedene Gebäude bereits im alten Sanierungsgebiet enthalten waren, Fördermöglichkeiten nicht in Anspruch genommen wurden. Steireif riet zur etwas größeren Ausweisung, damit nicht im Nachhinein etwas untersucht werden muss. Änderungen seien später noch möglich.
Fiehn warb dafür, Grünzonen in diesem Areal zu erhalten. Link wies aber darauf hin, dass es für den Hinterliegerbereich einen Bebauungsplan gibt, es sich um typische Nachverdichtung handelt.
Über ein Sonderprogramm des Landes soll schließlich auch die Durchgangsstraße L 177 von der Einmündung Wald- bis zur Einmündung Jahnstraße aufgenommen werden, berichtete Bürgermeister Link. Die diesbezügliche Erfassung von Potenzialen und Defiziten ist für die Gemeinde kostenlos.
Der Gemeinderat beauftragte die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH mit der Durchführung der vorbereitenden Untersuchungen sowie der Sanierungsdurchführung.