Rückblick auf 40 Jahre: So feiern die Neuhauser Narren ihre Saalfasnet

Die Leggins-Legenden haben nur bei ihrer Kostümwahl etwas Probleme. Die Tanzeinlage ist äußerst gekonnt.
Karlheinz HoffmannWieder einmal sei es gelungen, nahezu alle Programmpunkte mit eigenen Mitgliedern zu besetzen. Dies mache die Zunft besonders stolz.
Zu den ausgesuchten Höhepunkten aus der 40-jährigen Geschichte gibt es auch Programmpunkte neueren Datums. Mit dem Sketch „am Strand“ startete das Programm. Auf sehr amüsante Weise wurde das Anziehen einer Badehose im Beisein einer Dame ohne Umkleidekabine dargestellt.
In das Jahr 2004 führten „die Leggins-Legenden“. Es war ein toller Anblick, welchen die Akteure bei ihrer Tanzdarbietung zeigten.
Im Wartezimmer
„Im Wartezimmer“ spielte der Sketch mit verschieden Personen. Darunter auch ein Ehepaar, welches 25 Jahre verheiratet war. Scheiden will sie sich aber nicht mehr lassen, „denn er soll noch schön weiter leben können“.
„Außerirdische“ fanden ihren Weg in den Engelsaal. Dieser Programmpunkt hatte seinen Ursprung vor rund 20 Jahren. Nach der Landung trafen sie zwei bemerkenswerte Feststellungen. „Bist du alt und hast viel Geld, dann komm nach Königsfeld“ oder „Willst du was schönes sehen, musst du nach Neuhausen gehen“.
Am Stammtisch
Nicht fehlen durfte der Stammtisch. Dieser hatte sich „schön gemacht“. Die Akteure wussten wieder viel aus dem Dorfleben zu erzählen.
So etwa vom Kampf eines elektrischen Garagentores mit einem geöffneten Kofferraumdeckel. Auch die Kosten für eine Gondelfahrt in Höhe von 350 Euro waren ein Thema. Hier ging es aber um eine Innenreinigung. Diese war notwendig, weil einem Neuhauser schlecht wurde. Grund könnte auch die lange Nacht davor gewesen sein.
In „Die Macht ist mit uns“ führten die Männer in eine futuristische Welt. Diese Truppe ist schon seit vielen Jahren zusammen. Jüngere ergänzen die Älteren hier hervorragend. Dies gilt auch für die Damen, die mit „als Eisbären“ auftraten. Genügend Kondition ist jedenfalls noch erhalten.
Was Klärle berichtet
Nicht mehr wegzudenken sind die seit 2019 auftretenden „Klärle und ihr Bue“. Es ging dieses mal mit viel Witz um Aufklärung mit „Bienchen und Blümchen“. „4 Engel“ gaben anschließend eine äußerst gekonnte Tanzdarbietung.
In das Jahr 1998 führte der langjährige Moderator Thomas Kammerer. Hier trat er als „Antonio“ auf. Dieser erzählte, was er alles gemacht hat oder machen wollte. Darüber war er so müde, dass er jetzt erst mal zu Hause auf dem Sofa ausruhen musste. Die „Tanzmädels aus Schabenhausen“, von den einige ihre Wurzeln in Neuhausen haben, begeisterten mit ihrer Tanzeinlage.
Zum Schluss kommen die Schönsten. So sollte es eigentlich heißen. Alfons Ohnmacht und Dietmar Kammerer, zwei Urgesteine der Neuhauser Fastnacht, hatten schon in langen Proben ihren legendären Auftritt aus dem Jahr 1982 mit den „Dorfbachbrunzern“ wieder aufleben lassen. Dietmar Kammerer war jedoch erkrankt. Die Gäste im Saal schickten ihm mit großem Beifall Genesungswünsche.
Die Eingemeindung
Alfons Ohnmacht wollte aber doch auftreten. Er fragte seine Schwiegertochter in spe Franziska. Diese sagte spontan Ja. Beide erzählten in dem Lied, mit dem Text von Alfons die Geschichte der Eingemeindung. Die Zugabe in Form von drei weiteren Strophen fand sich in der Gegenwart wieder, bei der das Thema Aldi und Rossmann nicht fehlen durfte.
Langanhaltender Beifall
Zum großen Finale standen alle Akteure nochmals auf der Bühne. Langanhaltender Beifall belohnte sie noch einmal. Die Casanovas, welche während des Programms schon musikalisch in Erscheinung getreten waren, spielten auch zum Tanzen auf.