Realschule Triberg: Sechstklässer verbringen drei Tage im Wald

Die Sechstklässler verbrachten drei erlebnisreiche Tage und zwei Nächte im Neukircher Wald.
Realschule TribergDie sechsten Klassen der Realschule Triberg (RST) machten sich mit ihren Lehrkräften Daniela Gutjahr, Jens Linke und Thomas Birmele auf den Weg in die Lochmühle nahe Neukirch bei Furtwangen.
Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich bei der Lochmühle um eine Selbstversorgerhütte, tief in einem Talkessel des Schwarzwalds gelegen, so dass die Schüler ihre Handys gleich zu Hause lassen konnten, da man dort weder Empfang noch mobile Daten hatte, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.
Von Neukirch aus wanderten die Schüler mit ihren Lehrern los, wobei die Tour auch den Geist anregen sollte, denn Lehrerin Gutjahr hatte die Wegbeschreibung in abwechslungsreiche Rätsel verpackt, die die Sechstklässler zumeist mit Bravour lösten. Nachdem die Zimmer bezogen waren und die obligatorische Frage, wer oben und wer unten schlafen durfte, geklärt war, ging es weiter mit einer Rallye in und rund um die Lochmühle, um die Umgebung etwas kennenzulernen. Den Nachmittag verbrachten alle mit erlebnispädagogischen Spielen, bevor abends Lehrer Linke den Grill anwarf und man den ersten Tag am Lagerfeuer mit Stockbrot ausklingen ließ.
Strömender Regen
Der zweite Tag begrüßte alle mit strömendem Regen, der im Lauf des Tags noch stärker wurde und bis zum nächsten Morgen andauerte. Daher beschloss man, die ursprünglich geplante Wanderung zur Hexenlochmühle zu streichen und verbrachte den Vormittag mit Spielen im Haus.
Nachmittags bekamen die Schüler Besuch von Waldpädagogin Melanie. Mit dieser entwickelten die Schüler in einem Planspiel aus verschiedenen Rollen heraus ihren Traumwald und einigten sich demokratisch auf einen Kompromiss, der die verschiedenen Interessen der Waldnutzer würdigte.
Danach ging es doch noch für eineinhalb Stunden in den Wald, um mit Naturmaterialien zwei große Murmelbahnen zu bauen. Dank guter Ausrüstung und klarem Ziel vor Augen war der Regen im Nu vergessen.
Nacht endet um 6 Uhr
Am zweiten und letzten Abend konnten die Schüler sich erst als Teilnehmer eines Vorlesetheaterstücks und danach in der Lochmühlendisco austoben, so dass zur Bettzeit um 22 Uhr sich erstaunlich schnell eine angenehme Stille nach all dem Getöse und Getrampel des Tags ausbreitete, heißt es in der Mitteilung. Dies war auch gut so, wurden die Kinder doch am nächsten Morgen um 6 Uhr aus den Federn gescheucht, um die Hütte in den reinlichen Ausgangszustand zu versetzen, indem man sie vorgefunden hatte und danach zurück nach Neukirch zu wandern. Zu Hause angekommen verspürten viele Schüler das Bedürfnis nach einem ausgeprägten Mittagsschlaf, nicht ohne davor ihren Eltern stolz und glücklich von den tollen Tagen im Neukircher Wald zu berichten.