Neue Initiative in Furtwangen
: Stadt schafft geschützte Still- und Wickelorte

Stillen oder Wickeln mitten beim Stadtbummel? In Furtwangen ist das künftig einfacher. Ein neuer Still- und Wickelwegweiser zeigt Eltern Orte, an denen sie ihre Kinder in geschützter Atmosphäre versorgen können.
Von
Leroy Behrens
Furtwangen
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"Mode vor Ort" ist eine Anlaufstelle für Eltern. Alexandra Bursian, vom Stadtmarketing, Nicole Ditrich, Inhaberin "Mode vor Ort", Raphaela Zahner, mit Tochter Lilli und Florian Klausmann, Vorsitzender des VdU, stellen die neue Initiative vor.

"Mode vor Ort" ist eine  der sieben Anlaufstelle für Eltern: Alexandra Bursian (von links), vom Stadtmarketing, Nicole Ditrich, Inhaberin "Mode vor Ort", Raphaela Zahner, mit Tochter Lilli und Florian Klausmann, Vorsitzender des VdU, stellen die neue Initiative vor.

Leroy Behrens
  • Furtwangen führt einen Still- und Wickelwegweiser ein – ruhige Orte sind markiert.
  • Teilnehmende Geschäfte zeigen einen Sticker am Eingang und öffnen zu ihren Zeiten.
  • Sieben Einrichtungen starten: u. a. Optiker, Sport- und Schuhgeschäft, Buchhandlung, Museum.
  • VdU unterstützt mit Rucksäcken samt Windeln, Feuchttüchern und Wickelunterlagen.
  • Ziel ist mehr Familienfreundlichkeit, auch ohne Kaufzwang und wetterunabhängig in Innenräumen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer mit einem Baby oder Kleinkind unterwegs ist, kennt die Situation: Das Kind muss gewickelt werden oder braucht eine ruhige Ecke zum Stillen - doch geeignete Möglichkeiten sind oft schwer zu finden. Genau hier setzt eine neue Initiative der Stadt Furtwangen und des Vereins der Unternehmer und freien Berufe in Furtwangen und Gütenbach (VdU) an.

Mit einem Still- und Wickelwegweiser werden künftig Orte in der Stadt gekennzeichnet, an dem Familien eine ruhige Ecke finden können. Die teilnehmenden Geschäfte sind an einem auffälligen Sticker im Eingangsbereich zu erkennen. Eltern können die Angebote während der jeweiligen Öffnungszeiten kostenlos nutzen.

Familienfreundlichkeit soll gestärkt werden

„Die Bevölkerung soll wissen, dass sie hier in Ruhe und nicht in der Öffentlichkeit stillen oder wickeln kann, auch ohne in dem Geschäft etwas zu kaufen“, erklärt Alexandra Bursian vom Stadtmarketing Furtwangen. Ziel sei es, die Stadt noch familienfreundlicher zu gestalten. Eltern müssten ihren Einkauf künftig nicht mehr abbrechen, wenn das Kind gewickelt oder gestillt werden müsse.

Die Initiative entstand auf Anregung von Hebammen aus der Region. Sie hätten darauf hingewiesen, dass gerade in den Wintermonaten ein geschütztes Angebot in Innenräumen fehle. Das Projekt versteht sich als Ergänzung zum bereits bestehenden Wickelboard - allerdings nun wetterunabhängig in Innenräumen.

Sieben Einrichtungen machen mit

Zum Start beteiligen sich sieben Einrichtungen und Geschäfte an dem Projekt: Rutschmann Optik, Schuhe & Sport Klausmann, Farben Gruber, das Deutsche Uhrenmuseum mit StattMuseum, Mode vor Ort, Morys Hofbuchhandlung sowie Böhler Optik.

Die Stillorte bieten einen sauberen und geschützten Bereich mit ausreichend Privatsphäre. Wo genau sich der Wickelplatz befindet, entscheidet jede Einrichtung selbst.

Unterstützt wird die Aktion vom VdU. Der Verein stellt jeder teilnehmenden Einrichtung einen Rucksack mit einer Grundausstattung zur Verfügung. Darin befinden sich unter anderem Windeln in verschiedenen Größen, Feuchttücher und Wickelunterlagen, die bei Bedarf kostenlos genutzt werden können.

„Wir unterstützen das Projekt sehr gerne“, sagt der Vorsitzende des VdU Florian Klausmann. Der Verein tritt bei der Initiative als Sponsor auf, wie in der Vergangenheit auch schon beim Wickelboard.

Stadt und VdU hoffen nun, dass sich künftig weitere Geschäfte und Einrichtungen beteiligen. Wer Interesse hat, kann sich unverbindlich bei der Stadtverwaltung oder beim VdU informieren.

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