Kurs in Weiler: So verteidigen sich Kinder im Notfall richtig

Jeder darf Kai Weisser anschreien.
Karlheinz HoffmannEin Schnupperkurs Selbstverteidigung für Kinder wurde angeboten. Kai Weisser eröffnete den zweistündigen Kurs für die 20 Kinder mit theoretischen Ausführungen zum Thema Selbstverteidigung. Es ging um das richtige Verhalten in bestimmten Situationen.
Der Begriff „Selbstverteidigung“ wurde erklärt. Es geht um „sich wehren und auf einen Angriff reagieren“ – niemals aber selbst angreifen.
In Notwehr handeln heißt, sich im Falle eines Angriffs zu verteidigen. Der Begriff Nothilfe kommt beim Helfen für eine andere Person zum Tragen.
Es muss verhältnismäßig sein
Eins sei jedoch ganz wichtig, so Kai Weisser, „Worte oder körperlich – es muss verhältnismäßig sein“. Eine Aussage trifft wohl am besten zu: Der beste Kampf ist der, der nicht gekämpft wird. Man sollte der Situation besser aus dem Wege gehen. In einer Notsituation mache man am besten mit lautem Schreien und Worten wie Hilfe, Stopp oder Nein auf sich aufmerksam. Hier gab es dann auch einen Praxistest. Jeder durfte Kai Weisser anschreien.
Im praktischen Teil ging es um Eigenschutz und Selbstverteidigung. So soll unter anderem nur mit der offenen Hand geschlagen werden, es gelte „nicht mit der Faust“. Der sogenannte Stopp-Tritt könne ebenso angewandt werden. Dabei sei jedoch darauf zu achten, das der Fuß nicht über Hüfthöhe des Gegners geht.

Rebekka und Jonas üben die richtige Abwehr.
Foto: Karlheinz HoffmannDie Befreiung aus verschiedenen Situationen, bei denen der Gegner schon „Hand angelegt“ hat, wurde den Kindern vermittelt. Hier half auch Mona Weißer, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Jugend von Weiler (JuFo) mit. Die Kinder waren mit großer Begeisterung dabei. Sie achteten aber auch darauf, keinem Schaden zuzufügen. So war Kai Weisser, Kassierer des JuFo, der als Leiter des Schnupperkurses verantwortlich war mit dem Ablauf zufrieden. Zum Abschluss gab es noch ein paar Spiele.