Kunstprojekt in St. Georgen
: Sie setzen sich mit menschlichen Emotionen zur Klimakrise auseinander

„Resonanzlab“ ist ein gemeinsames Projekt der Hochschule Furtwangen, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und des Kunstvereins Global Forest in St. Georgen.
Von
Richard Schuster
Oberndorf
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Tintin Patrone alias Christina Köhler erläutert ihr Projekt „Heidenei“.

Richard Schuster

Dabei treten Kunst, Kultur und Wissenschaft in einen Dialog ein und versuchen gemeinsam, sich mit den menschlichen Emotionen zur Klimakrise auseinanderzusetzen.

Künstler aus unterschiedlichen Schaffensbereichen haben dazu ihre vor Ort erarbeiteten Werke mit den Aspekten Klang, Bewegung, Skulptur und Text eingebracht und präsentieren sie derzeit in den Räumen des Kunstvereins Global Forest.

Vertreter der beiden Hochschulen bieten zudem Einblicke in ihre Forschung. Das „Resonanzlab“ steht nach Aussage der Veranstalter für „das gemeinsame Hinhören, Fragenstellen, das leibliche Erspüren. Für das Lauschen auf das, was zurückkommt – aus der Umgebung, aus der Begegnung, aus uns selbst“.

Abschlussfestival in der „Klosterbergfabrik“

Dieser Tage stieg das Abschlussfestival des Projekts in der „Klosterbergfabrik“ von Hansjörg Weisser.

Zudem luden die Verantwortlichen zur Ausstellung „Muffensausen und Bammel“ ein. Zur Vernissage begrüßte der Leiter des Kunstvereins, Oliver „Olsen“ Wolf, die Besucher, stellte die beteiligten Künstler, deren Arbeiten sowie das Festivalprogramm vor.

Der Kinder- und Jugendchor der Jugendmusikschule eröffnet das Festival.

Foto: Richard Schuster

Und da war so einiges geboten: Gestartet wurde das Festival mit einem Auftritt des Kinder- und Jugendchors der Jugendmusikschule (JMS) St. Georgen-Furtwangen unter Leitung von Martina Schwarz. Marold Langer-Philippsen war mit seinem „Latschenradio“ am Eröffnungstag vor Ort „auf Sendung“, nachdem er zuvor an acht Tagen durch die heimische Gegend streifte und unterschiedliche Eindrücke aufzeichnete. Die deutsch-philippinische Klang- und Performancekünstlerin Tintin Patrone entwickelte während ihrer dreimonatigen Residenz bei Global Forest das Projekt „Heidenei“, bei dem die menschliche Stimme „als schützendes, verbindendes und transformierendes Medium“ im Mittelpunkt steht.

Chöre, Bands und Einzelstimmen

Wie sie im Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte, wurden verschiedene Klangkompositionen von Chören, Bands und Einzelstimmen zusammengefasst und in Form einer musikalischen „Prozession“ beim Nockenkreuz an der Sommerau mit anschließendem Hörpicknick in diesem Sommer präsentiert.

Da geht es ordentlich zur Sache: Die Jungs von „Vígljós“ lassen es so richtig krachen.

Foto: Richard Schuster

Sarah Moll zeigte ihren „Trickfilm for Future: Zukunft kreativ denken – und filmen“. Feldberger Kinder setzten sich in einem zweitägigen Workshop mit der Frage, wie die Welt wohl in 50 Jahren aussehen könnte, auseinander und äußerten dabei ihre Wünsche und Sorgen. Daraus entstand dieser Kurzfilm, der prompt beim Kinderfilmfestival „Coole Suppe“ den Publikumspreis gewann.

Black-Metal-Band Vígljós heizt ordentlich ein

Im Rahmen des Abendprogramms im Café Klosterfabrik bot Dirk Hülstrunk mit seinem Programm „Zucken Sie doch nicht so“ beeindruckende Sound-Poetry, ehe die Black-Metal-Band Vígljós ihre Lautstärkeregler auf „zwölf“ drehte und den Besuchern ordentlich einheizte.

Die drei Jungs aus der Schweiz traten stilecht in weißen Mönchskutten auf und ließen selbstredend die harten Töne sprechen.

Zum Abschluss des Festivals konnten die Gäste bei Musik von DJ Namaste Schorsch feiern und abtanzen. Die Ausstellung „Muffensausen und Bammel“ kann dienstags bis samstags von 17 bis 20 Uhr in den Räumlichkeiten des Kunstvereins besucht werden. Sie läuft noch bis Samstag, 1. November.

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