Kunst an Triberger Realschule: Kreatives Malen geht auch bei Hitzefrei

Bunter Unterricht: Die jungen Künstler an der Realschule in Triberg hatten Spaß beim Artwork.
Realschule Triberg- Realschule Triberg: Klasse 7b nimmt an Abstract-Art-Workshop mit Künstler Roman Hilser teil.
- Fokus liegt auf eigener Idee statt Vorgaben. Großformatige Leinwände und freie Techniken.
- Farben, Sprühflaschen und Wachskreiden führen zu individuellen, vielschichtigen Arbeiten.
- Trotz Hitzefrei arbeitete die Klasse weiter – Werke zeigen wachsende Sicherheit und Ausdruck.
- Nach den Sommerferien Vernissage in Triberg, danach Verkauf zugunsten eines sozialen Projekts.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Heute seid ihr der Boss.“ Mit diesen Worten eröffnete der Künstler Roman Hilser den Abstract Art Workshop mit der Klasse 7b der Realschule Triberg. Schnell wurde deutlich: An diesem Vormittag sollte es nicht darum gehen, Vorgaben möglichst exakt umzusetzen, sondern eigene Ideen zu entwickeln, mutig zu experimentieren und den eigenen kreativen Ausdruck zu finden.
Roman Hilser, der im Schwarzwald aufgewachsen und heute als Künstler überregional tätig ist, arbeitet vorwiegend im Bereich der abstrakt-expressionistischen Kunst. Seine Werke zeichnen sich laut Mitteilung durch intensive Farben, dynamische Prozesse und eine große gestalterische Freiheit aus. In zahlreichen Ausstellungen zeigt er, wie aus Experimentierfreude, Mut und Kreativität beeindruckende Kunstwerke entstehen können.
Seine Arbeit folgt dabei dem Gedanken, gewohnte Regeln zu hinterfragen und neue Ausdrucksformen zu entdecken. Genau diese Erfahrung durften auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b machen. Nach einer Einführung in die Grundlagen der abstrakten Kunst erhielten sie großformatige Leinwände und konnten unmittelbar selbst aktiv werden.
Anders als im klassischen Kunstunterricht gab es keine festen Motive und keine vorgegebenen Lösungen. Vielmehr standen die eigenen Ideen und Entscheidungen im Mittelpunkt. Mit Spritzpistolen, Sprühflaschen, Farben und Wachskreiden entstanden Schritt für Schritt individuelle Kunstwerke.
Eigene Ideen umsetzen
Zunächst wurden farbige Hintergründe angelegt, die anschließend in mehreren Arbeitsphasen weiterentwickelt wurden. Mit Wachskreiden setzten die Schülerinnen und Schüler Akzente, arbeiteten Strukturen heraus und verliehen ihren Bildern zusätzliche Tiefe. So entstanden vielschichtige Werke, die sich während des gesamten Gestaltungsprozesses immer wieder veränderten und weiterentwickelten.

Der Künstler zeigte den Schülern wie es geht und ermutigte sie dazu, kreativ zu sein.
Realschule TribergImmer wieder ermutigte Roman Hilser die Jugendlichen dazu, neue Wege auszuprobieren, Risiken einzugehen und sich von vermeintlichen Fehlern nicht entmutigen zu lassen. Oft seien gerade unerwartete Entwicklungen der Ausgangspunkt für besonders spannende Ergebnisse, erklärte der Künstler. Beeindruckend war dabei die Offenheit und der Mut, mit dem die Schülerinnen und Schüler an ihre Werke herangingen.
Viele ließen sich auf die ungewohnte Freiheit des Projekts ein. Ohne feste Vorgaben und ohne die Frage nach einer einzigen richtigen Lösung entwickelten sie mutig eigene Ideen und fanden ihren ganz persönlichen Zugang zur abstrakten Kunst. Die großformatigen Leinwände boten dabei viel Raum für Kreativität und individuelle Gestaltung.
Farbe und Ausdruckskraft
Im Verlauf des Workshops war spürbar, wie die Jugendlichen zunehmend Selbstvertrauen entwickelten und immer eigenständiger arbeiteten. Aus ersten Ideen entstanden Werke voller Dynamik, Farbe und Ausdruckskraft. Jedes Bild entwickelte seinen ganz eigenen Charakter und spiegelte die Persönlichkeit seiner Schöpferin oder seines Schöpfers wider. Ein besonderes Kompliment verdient die Klasse 7b: Obwohl an diesem heißen Sommertag nach der fünften Stunde Hitzefrei gewesen wäre, entschieden sich die Schülerinnen und Schüler geschlossen dafür, weiterzuarbeiten.
Viele wollten ihre begonnenen Werke unbedingt fertigstellen und nutzten die zusätzliche Zeit mit großer Begeisterung. Ein schöneres Lob für einen Workshop kann es kaum geben. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, welchen Beitrag Kunst zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leisten kann. Kreativität, Selbstvertrauen, Ausdauer und die Bereitschaft, eigene Ideen umzusetzen, wurden an diesem Tag ebenso gefördert wie die Freude am gemeinsamen Arbeiten und die Erfahrung, dass es in der Kunst nicht immer nur eine richtige Lösung gibt.
Möglich wurde der Workshop durch die Unterstützung des Fördervereins der Realschule Triberg. Seitens der Realschule Triberg galt der Dank für die finanzielle Förderung sowie bei Roman Hilser „für die inspirierende Zusammenarbeit und die eindrucksvollen Einblicke in die Arbeit eines professionellen Künstlers“. Die Werke werden nach den Sommerferien im Rahmen einer Vernissage in Triberg der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend sollen die Bilder verkauft werden.
Der Erlös kommt einem sozialen Projekt zugute. Weitere Informationen hierzu folgen zu Beginn des neuen Schuljahres.
