Konzert in Triberg: Er bietet eine Reise durch die deutsche Orgelmusik

Absolut virtuos: Johannes Richter spielt die Dold-Orgel auf sehr beeindruckende Art und Weise.
Richard SchusterOrgelmusik zur Passionszeit präsentierte die katholische Kirchengemeinde dieser Tage in der Wallfahrtskirche Maria in der Tanne.
Die Organisatoren hatten den Kirchenmusiker der Stadtkirche St. Blasii im thüringischen Nordhausen, Johannes Richter, eingeladen, dieses besondere Konzert auf der außergewöhnlichen Dold-Orgel zu spielen.
Sie versprachen in der Einladung, die Zuhörer „auf eine Reise durch die deutsche Orgelmusik mehrerer Jahrhunderte“ mitzunehmen – was auch eingehalten wurde.
Richter gibt regelmäßig Konzerte im In- und Ausland. Sein rund einstündiges Gastspiel in der Wasserfallstadt war eines von dreien, die er aktuell in der Region gibt. Die Wallfahrtskirche beherbergt eine der letzten noch erhaltenen Kirchenorgeln aus den 1930er-Jahren des Freiburger Orgelbauers Willy Dold. Informationen zufolge verfügt diese Triberger Orgel über 32 Register, ist nahezu im Originalzustand erhalten geblieben und wurde bereits des Öfteren bei Konzerten präsentiert.
Ein versierter Organist
Johannes Richter ist trotz seines jungen Alters ein sehr versierter Organist. Davon konnten sich die Liebhaber klassischer Orgelmusik hinlänglich überzeugen. Das Programm hatte der Künstler passend für die Passionszeit zusammengestellt. Im Bachjahr 2025 durften auch dessen Werke beim Vorspielen nicht fehlen. Neben der Partite diverse sopra „Christ, der du bist der helle Tag“ stand auch seine „Fantasie und Fuge c-Moll“ auf dem Spielplan des Nachmittags.
Werke von Max Reger
Breiteren Raum nahmen Werke des deutschen Organisten und Komponisten Max Reger ein: Richter spielte „Neun Stücke für die Orgel“ – und er spielte brillant. Er nutzte dabei die beachtliche Bandbreite der klingenden Register der Dold-Orgel aus – ein prächtiges Klangerlebnis.
Johann Barend Litzaus „Jesu Kreuz, Leiden und Pein“ als Choralbearbeitung und Max Drischners „Präludium und Fuge a-Moll“ rundeten ein außergewöhnliches Orgelkonzert ab.
Die sichtlich beeindruckten Zuhörer spendeten dem Künstler denn auch den wohlverdienten Applaus für seine hervorragende Darbietung.