Konzert in Schönwald: Mitreißender Sound und Spielfreude begeistern Zuhörer

Sängerin Mariam Tushurashvili steht im Mittelpunkt – sie überzeugt durch eine unglaublich reife Stimme
KommertWow, was für ein Auftritt eines Schülerprojekts: „Im Dreieck der Klänge – Viel Musik aus Wenigem“ präsentierte das JAM Acoustic Trio mit Sängerin Mariam Tushurashvili, Johann Aydt am E-Piano und Adrian Kammerer am Cajon. Ihr erster öffentlicher Auftritt war „hautnah“ im Eschle – vor vollem Haus.
Das Trio entstand am Furtwanger Otto-Hahn-Gymnasium bei einem Schülerprojekt, wie eine Lehrerin erklärte. Das junge Trio ist nicht „irgendwer“ – Johann Aydt ist ein ausgezeichneter Pianist, Adrian Kammerer hat am Schlagzeug das Musiker-Leistungsabzeichen in Gold bestanden. Und Mariam Tushurashvili wurde im November Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.
Ein besonderes Konzerterlebnis erwartete daher die Besucher mit dem Trio, das im Sommer wohl zwei weitere Auftritte im Rahmen des Schönwälder Kultursommers haben wird. Das Trio verbindet musikalische Qualität mit spürbarer Leidenschaft. Mit viel Feingefühl und kreativen Arrangements interpretieren die Musiker bekannte Pop- und Rocksongs auf ihre ganz eigene, akustische Weise, aber auch Jazzklassiker kamen zu Ehren.
Deutlich in den Mittelpunkt rückte das Trio die ausdrucksstarke und facettenreich Stimme von Mariam Tushurashvili. Sie verfügt über eine außergewöhnliche Altstimme mit einem ungewöhnlichen Timbre, zugleich erklimmt sie ungewöhnliche Höhen und verleiht den Songs mit einem feinen Vibrato eine besondere Tiefe. Johann Aydt führte durch eine musikalische Reise um die Welt und sorgte am Klavier für harmonische Vielfalt und dynamische Akzente, während Adrian Kammerer mit Cajón den rhythmischen Puls setzte – mal zurückhaltend im Hintergrund, dann wieder kraftvoll und mitreißend. So entsteht ein abwechslungsreicher Sound, der intime Momente in feinen Balladen ebenso zulässt wie energiegeladene Passagen.
Repertoire von Abba bis Frank Sinatra
Das Repertoire reicht von Abba über Frank Sinatra bis hin zur französischen Pop-Chansonniere ZAZ – wobei sich Mariam auch virtuos mit dem Kazoo bewies, das auch im Original mitreißend gespielt wird. Mehrfach wurde das Trio im „Eschle“ mit stehendem Applaus verwöhnt – verdientermaßen. Das Schlusslied passte hervorragend – „My way“ von Frank Sinatra. Eine außergewöhnliche Zugabe war dann ein Lied, das die Sängerin selbst geschrieben hatte.
Das Trio begeisterte mit musikalischer Nähe, herausragender Spielfreude und einem Gänsehaut-Live-Erlebnis - ein viel zu kurzerAbend mit Emotion, Atmosphäre und handgemachter Musik vom Feinsten.