Konzert beim Bergstadtsommer
: So begeistern die Soul Diamonds in St. Georgen

Obi Jennes „Soul Diamonds“ spielten im Rahmen des Bergstadtsommers in St. Georgen.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
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Der unglaublich groovende Sound der Soul Diamonds erfreut ein durchaus sachkundiges Publikum – und Rapper Soul Elements geht mitten hinein in die Menge.

Hans-Jürgen Kommert

Nach zwei Jahren Pause gastierte im Technikmuseum am Bahnhof mit Obi Jennes „Soul Diamonds“ wieder ein echter Hochkaräter. „Wir danken Susanne und Jörg Wisser, dass sie uns wieder aufnehmen in diesem Kleinod. St. Georgen kann stolz sein, eine solch engagierte Familie hier zu haben“, strahlte Initiator Karsten Dönneweg.

Dem schloss sich sein Schwager, Bandleader Meinhard „Obi“ Jenne vollumfänglich an, es sei eine fantastische Kulisse – und die Mitglieder der Band seien nach monatelanger Abstinenz „heiß“ – es sei der Start in die neue Saison.

Wie Kenner der Diamonds wissen, treten diese selten in der gleichen Formation auf. Daher stellte Bandleader Obi Jenne den dicht gedrängten Besuchern die Musiker im Einzelnen vor. Zwar waren einige der Musiker schon einmal in der Bergstadt, doch wohl noch nie in dieser Besetzung.

Rapper Soul Elements

Sängerin Eva Leticia Padilla, die bei ihrem erneuten Auftritt mit den Diamanten diesmal mit gleich mehreren kongenialen Gesangspartnern antrat: So bewies vor allem Rapper Soul Elements mit unglaublicher Präsenz auf der Bühne und im Publikum eindringlich, weshalb Rap so gut ankommt und die Massen mitreißt. Dazu gesellte sich Worthy Davis, der wie Padilla im Soul beheimatet ist. Alex Merzkirch, der unglaubliche Virtuosität am fünfsaitigen Bass bewies, Robert Kesternich an den Keyboards, Libor Sima (Saxophon) sowie Dany Labana Martinez (Gitarre) und natürlich der geniale Bandleader am Schlagzeug vervollständigten die Diamonds.

Funk und Soul

Was von den Musikern dann geboten wurde, das war Funk, Soul, Rhythm ’n’ Blues und Jazz vom Allerfeinsten. Rapper Soul Elements stellte eine Neuerung dar, und die Diamonds zeigten, dass sie auch damit bestens klarkommen. Wenn der Rapper in die Menge ging, kochte auch das Publikum altersübergreifend mit. Neben vielen bekannten Stücken vor allem im zweiten Teil überzeugten die acht Musiker mit vielen hausgemachten Titeln.

Unbändige Spielfreude

Höchste Virtuosität und unbändige Spielfreude kennzeichneten die Songs, gespielt mit unglaublichem Drive, dabei angetrieben von einem Obi Jenne in seiner bekannten Art – mit oftmals geschlossenen Augen.

So kennt man ihn: Oft mit geschlossenen Augen sorgt Obi Jenne für den notwendigen Drive in den Stücken.

Foto: Hans-Jürgen Kommert

Dazu kamen der locker aufspielende Libor Sima oder Gitarrist Dany Martinez mit ihren unbeschreiblichen Soli, die auch Keyboarder Robert Kesternich zu höchsten Höhen trieben. Das Publikum zeigte sich begeistert und begann damit, nicht nur mit zu wippen, sondern auch zu tanzen. Immer wieder gab es Zwischenapplaus für Instrumentalsoli sowie begeisterte Zwischenrufe. Da blieb kein Auge trocken und kein Bein ruhig. Dieses Konzert jemals zu toppen, das wird schwierig.

Große Leidenschaft

Die Leidenschaft aller Bandmitglieder gilt dem Soul, R&B und Souljazz der 60er- bis 90er-Jahre, und sie beweisen nun, dass sie sich auch mit Rap anfreunden können. Fernab aktueller Modetrends widmet sich das Programm den Klassikern aus Funk und Soul, des Jazz und des Blues, unter anderem mit Songs von Größen wie Stevie Wonder, Marvin Gaye, Chaka Khan, Aretha Franklin, Prince, Les McCann, James Brown und vielen mehr.

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