Kirchenkonzert in Schönwald
: Sanft-tiefe Celloklänge zu Weihnachten

Hanna Grymel-Babinecz verzaubert mit ihrem Ensemble mit Werken von Bach bis Wham und einem selbst arrangierten „Halleluja“.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
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Den Klang der großen Streichinstrumente erlebten die Zuhörer beim Konzert des Cellostudio Schwarzwald in der Heilig-Geist-Kirche in Schönwald.

Hans-Jürgen Kommert

Im Jahr 2021, schon kurz nach der Gründung des „Cellostudio Schwarzwald“, hieß es in der evangelischen Heilig-Geist-Kirche in Schönwald erstmals „Cello feiert Weihnachten“. Und wie schön ein reines Cello-Ensemble mit vielen dieser großen Streichinstrumente klingt, erlebten die Besucher beim erneuten, nun vierten Weihnachtsspecial von Hanna Grymel-Babinecz und ihren Mitwirkenden. Hanna Grymel-Babinecz hat das Cello-Spiel in Polen erlernt, wo sie auch ihre professionelle Ausbildung durchlief. Schon im Jahr 2002 kam sie nach Stuttgart, wo sie als Cellistin sowohl als Kammermusikerin, in Orchestern, als Bühnenmusikerin für Bands und Songwriter, als auch als Studiomusikerin und Cellolehrerin tätig war.

Seit vier Jahren hat sie nun gemeinsam mit ihrem Mann Gren Babinecz und ihren Kindern den Lebensmittelpunkt in Schönwald, um vom Schwarzwald aus weiterhin als Cellistin zu wirken. Schon mehrfach stellte sie gemeinsam mit ihrem Mann ihr Können in der Raumschaft unter Beweis, zuletzt auch beim Kindermusical in Schonach. Sie gab auch einen Rückblick auf das Jubiläumsjahr der beiden Schwarzwalddörfer.

Nun hatte sie erneut mit einigen ihrer, zumeist erwachsenen Schüler in der Heilig-Geist-Kirche ein weihnachtliches Konzert zusammengestellt. Die Cello-Gruppe mit insgesamt neun Musikerinnen und Musikern, einer Viola, gespielt von Anuk Overmann (die Familie Overmann beteiligte sich intensiv – vom Cello über die Viola bis hin zu kleinen Percussioninstrumenten) und manchmal dem Cajon ihres Sohnes Tilo, lud auch zum Mitsingen ein.

Zwischen den bekannten Advents- und Weihnachtsliedern spielte sie mit wechselnden Partnern mehr oder weniger bekannte Melodien. So interpretierten sie beispielsweise „Jesus bleibet meine Freude“ oder das „Allegro Moderato“ von Johann Sebastian Bach und selbst „Last Christmas“ von „Wham“. Das Ende des Konzerts war zugleich der Höhepunkt – das „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel, arrangiert für Celli von Hanna Grymel-Babinecz selbst.

Eine gute Stunde Besinnlichkeit, Ruhe und Frieden vermittelten die Musiker mit ihren großartigen Streichinstrumenten und bewiesen zugleich, dass das Violoncello mit seinem sonoren Klang durchaus sehr vielfältig eingesetzt werden kann.

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