Kinderkonzert in St. Georgen: Die beteiligten Instrumente ausführlich vorgestellt

Gebannt verfolgen viele Kinder und einige Erwachsene sowohl die musikalische Darbietung als auch die Lesung von Karsten Dönneweg und die Illustrationen dazu.
Hans-Jürgen KommertZum 18. Mal findet der Bergstadtsommer statt – und praktisch von Beginn an gab es beim Bergstadtsommer stets auch ein speziell für Kinder gestaltetes Konzert, das kostenlos angeboten wurde. Nun war es die Bürgerstiftung St. Georgen, die das Konzert großzügig unterstützte.
In diesem Jahr wurde die Oper „Hänsel und Gretel“ nach Engelbert Humperdinck gespielt. In einer Bearbeitung für Bläserquintett und Sprecher von Helen Mills wurde die Oper sehr kurzweilig erzählt – durchaus kindgerecht.
Innerhalb der speziell auf kleinere Kinder zugeschnittenen Veranstaltung stellte Elias Zuckschwerdt, Leiter der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen, die beteiligten Instrumente ausführlich vor. Aus dieser Schule stammen auch die „Macher“ des Bergstadtsommers, Karsten und Hanno Dönneweg und deren Schwester Gesa Jenne-Dönneweg. Bei jedem der Konzerte trifft man auch auf Peter Dönneweg, den Vater der drei und Begründer der hiesigen Jugendmusikschule mit Ehefrau Elisabeth.
Bläserquintett der Jugendmusikschule
Musikalisch begleitet wurde die Oper von einem Bläserquintett der Jugendmusikschule mit Irene Soloducha an der Querflöte, Elias Zuckschwerdt (Klarinette), Sylvia Drömer mit der Oboe, dem Fagott von Slawomir Moleta sowie Takako Yamanoi und ihrem Horn. Als Sprecher (und Sänger von bekannten Kinderliedern) Karsten Dönneweg. Seine Frau Iris erzählte nebenbei, dass nicht nur das Kinderkonzert einen vollen Saal erlebte – „wir wurden auch bei den ersten Aufführungen fast überrannt“, strahlte sie. Und die Kinder waren mit Begeisterung dabei, auch wenn sie so manches alte Kinderlied heute nicht mehr kennen.
Hänsel und Gretel ist eine spätromantische Oper in drei Akten, die in den frühen 1890er-Jahren entstand. Die Musik stammt von Engelbert Humperdinck, das Libretto schrieb seine Schwester Adelheid Wette nach dem Märchen Hänsel und Gretel aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.
In der dargebotenen Form wurde so manche „Grausamkeit“ des ursprünglichen Märchens harmloser dargestellt, der Charme der Oper blieb erhalten. Unterstützt wurde Karsten Dönneweg durch Illustrationen, die per Beamer an die Wand projiziert wurden.
Kinder an Musik herangeführt
Alles in allem war „Hänsel und Gretel wieder mal eine tolle Aufführung, die Kinder an Musik heranführte – und das alles andere als langweilig.