Kanzelrednerin in Furtwangen: Mit Herz und Rikscha – Schwester Susanne bringt Schwung ins Klosterleben

Schwester Susanne lenkt ihre Mitschwestern durch Zeiten des Umbruchs und fährt sie per Rikscha ins Leben hinaus. In Furtwangen berichtet sie als Kanzelrednerin von ihrem Ordensleben.
Claudia RindtAls Provinzoberin trägt Schwester Susanne Verantwortung für rund 140 meist ältere Schwestern. Um diesen teilweise nicht mobilen Mitschwestern Abwechslung zu bieten, ließ sich Schwester Susanne als Rikscha-Fahrerin ausbilden und fährt mit ihnen an Orte, die diese allein nicht mehr erreichen können.
Die Frage, wie sie mit ihren Schwestern in die Zukunft gehen will, beantwortet sie mit „barfuß“, heißt es in der Presseankündigung. In Anlehnung an den Heiligen Franziskus, nach dessen Regel sie leben, bedeutet das für sie, geschwisterlich, achtsam und wertschätzend. Strukturen und Rituale dürfen und müssen sich ändern, wenn sie auch weiterhin dem Leben dienen sollen. Schwester Susanne erlebt diesen Prozess mit viel Bewegung und Umbrüchen gelegentlich wie eine Karussellfahrt – in erheblicher Geschwindigkeit. Wer das Charisma und die Begeisterung der jungen Oberin erlebt, hat keinen Zweifel, dass der Weg der Ordensgemeinschaft in eine gute Zukunft führt.
„Wir in Furtwangen haben eine besondere Beziehung zu dem Kloster in Hegne, wirkten doch seit 1879 Schwestern aus dieser Gemeinschaft bei uns im Kindergarten, Sozialstation und Krankenhaus“, schreiben die Veranstalter. In Erinnerung geblieben seien unter anderem die Schwestern Martinella, Julia, Benita und Sofie.
Die Kanzelrede beginnt am Freitag, 24. April, um 18.30 Uhr in der Stadtkirche St. Cyriak. Der Eintritt ist frei. Spenden gehen an die Niederlassung der Kreuzschwestern in Uganda. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Rolf Langenbach und Andrea Klausmann.