Hochschule Furtwangen: Wie sieht das Altwerden aus?

Einige Altersbilder aus der Pilotstudie
Verena Klusmann-WeißkopfVerena Klusmann-Weißkopf, Professorin für Gesundheitsförderung und Prävention, sammelt dafür mit ihrem Team erste Fotografien, die von Menschen in unterschiedlichen Altersgruppen erstellt wurden.
Die Teilnehmenden sollen Altwerden fotografieren wo es ihnen im Alltag begegnet und einen kurzen Kommentar zum Bild dazuschreiben.
Eine Treppe kann zum Beispiel für die nächsten Schritte und Stufen stehen, auf die man sich freut, aber auch eine Barriere sein, die man nicht mehr so gut hochkommt.
Projektteam sortiert und katalogisiert
Die Bilder und Kommentare werden vom Projektteam sortiert und katalogisiert, wobei die Mitwirkenden von einer Künstlichen Intelligenz (KI) unterstützt werden. Im nächsten Schritt werden die Bilder dann ausgewertet.
Nun veröffentlichte Klusmann-Weißkopf zusammen mit Forschungspartner Benjamin Schüz von der Universität Bremen die Ergebnisse der Pilotstudie. „Bei der Auswertung der ersten Altersbilder zeigt sich, dass junge Menschen sich Lebensgenuss im Alter wünschen, aber auch Angst vor Krankheiten haben“, sagt Klusmann-Weißkopf, die am HFU-Campus Furtwangen im Fachbereich Gesundheit, Sicherheit und Gesellschaft lehrt.
Lebensstil mit gesunder Ernährung
„Für über 50-jährige Personen steht ein gesunder Lebensstil mit gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung im Fokus“, erklärt die Professorin. „Mit über 70 wird altersgerechte Infrastruktur besonders wichtig, da diese soziale Teilhabe, Gesundheitserhalt und eine eigenständige Lebensweise ermöglichen aber auch behindern kann.“
Von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert
Das Projekt „KImAge“ wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert und wird im nächsten Schritt deutschlandweit Altersfotografien erheben und auswerten.
„Damit erreichen wir noch differenziertere Ergebnisse und können besser verstehen, wie sich unsere Erwartungen und unsere Wahrnehmungen des Alterns im Laufe des Lebens verändern, um die Kommunikation zwischen den Generationen zu verbessern“, erläutert Klusmann-Weißkopf.